Mit einen BDK-Stipendium zum Spezialist „Master of Arts Criminal Investigation“ werden

20. April 2015 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Die School of Governance, Risk & Compliance (School GRC) vergibt zwei Stipendien an BDK-Mitglieder für ein berufsbegleitendes Master-Studium ab Oktober 2015.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert seit Jahren, außer der Möglichkeit des Direkteinstieges bei den Kriminalpolizeien der Länder, die Einführung des Studienganges Kriminalwissenschaften mit Schwerpunkt Kriminalistik an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster, an der gezielt die Führung der Kriminalpolizei fortgebildet werden muss.

An die Führungskräfte in der Kripo werden andere Forderungen gestellt als an die Führungskräfte der Schutzpolizei. Wie an den meisten Polizei-Fachhochschulen der Länder, werden auch an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) nur Einheitspolizisten mit einem Einheitslehrplan unterrichtet, was immer wieder zur Folge hat, dass dort Kolleginnen und Kollegen der Schutzpolizei, die in ihrem ganzen Berufsleben noch nicht eine einzige kriminalpolizeiliche Verwendung hatten, zwei Semester studieren und dann in ihrem Heimatland als Jungrat oder -rätin eine Kripo-Dienststelle in der Erstverwendung bekommen. Für Außenstehende wie Insider absolut unverständlich.

Das Kuratorium der DHPol, das von Führungskräften der Polizeiabteilungen der Innenministerien besetzt ist, hat sich auf Vorschlag des BDK schon mehrfach mit dem Thema befasst und durchaus die Option einen alternativen kriminalwissenschaftlichen Studiums als zweiten Studiengang gesehen. Die in der Polizei bekannten, oft der Kriminalpolizei und der Kriminalitätsbekämpfung aber nicht so zugeneigten Kräfte, sehen diesen speziellen Bedarf aber bisher nicht. Sie werden mit ihrer nicht nachvollziehbaren Haltung von der Hochschullandschaft heute schon überholt, denn der Markt ist vorhanden.

Von der School of Governance, Risk & Compliance an der Steinbeis-Hochschule in Berlin wird seit Oktober 2012 der akkreditierte berufsbegleitende Master-Studiengang „Criminal Investigation“ angeboten. Dort können Interessierte aus Wirtschaft, von Behörden und von der Polizei neben ihrer Vollzeit-Beschäftigung in vier Semestern ihren Master in Kriminalistik machen.

Hauptzielgruppe dieses Studienganges sind zwar schwerpunktmäßig Mitarbeiter von Wirtschaftsunternehmen, denn auch dort ist man mehr und mehr mit der Leistungsfähigkeit der Polizei unzufrieden und setzt auf eigene Kräfte. Aber es zeigt sich, dass auch bei den Kolleginnen und Kollegen – speziell in den Ländern mit einer Einheitsausbildung – ein großer Bedarf an Fortbildung vorhanden ist. Diese sind bereit, die nicht ganz unerheblichen Studiengebühren aus eigener Tasche zu zahlen.

Stipendium für BDK-Mitglieder im Wert von 14.500 Euro

Die School GRC vergibt zwei Stipendien für dem Master-Studiengang „Kriminal Investigation“ an BDK-Mitglieder im Wert von je 14.500 Euro. Damit sparen BDK-Studenten 50% der Studiengebühren!

In praxisorientierten Seminaren wird durch Experten u.a. vermittelt:

Kriminalstrategie und -taktik,
IT-Forensik,
Allgemeine und Besondere Spurenkunde,
Vernehmungstraining
Grundlagen der forensischen Psychologie und Rechtsmedizin

Die School of Governance, Risk & Compliance (School GRC) ist ein Forschungs- und Ausbildungsinstitut der privaten, staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin. Sie wurde im Jahre 2007 gegründet und beschäftigt sich mit den Themen Governance, Risk Management, Compliance und Fraud Management. Die Steinbeis-Hochschule Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, engagierte Menschen auszubilden, die sich als Führungspersönlichkeiten qualifizieren und auf internationale Herausforderungen bestens vorbereitet sind.

BewerberInnen sollten:

Mitglied des BDK sein oder es in Kürze werden,
mindestens 1 Jahr einschlägige Berufserfahrung haben,
ein abgeschlossenes Hochschulstudium und sehr gute bis gute englische Sprachkenntnisse nachweisen und
die Finanzierung des verbleibenden Studienbetrags sicherstellen können

Weitere Informationen bzw. Bewerbungen (bis zum 30.06.2015) gleich direkthier (externer Link).

Mit dem Master in Kriminalistik hat man zwar (bisher) keinen Anspruch auf eine spätere Verwendung im höheren Polizeivollzugsdienst, erhält aber ein breiteres Wissen und die Möglichkeit, außer bei der Polizei auch in der Wissenschaft oder in der privaten Wirtschaft arbeiten zu können.

Was allerdings passieren kann, ist, dass man nach diesem Studium seinem Vorgesetzten deutlich überlegen ist…