Bundeskongress der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG): Rainer Wendt mit großer Mehrheit erneut zum Bundesvorsitzenden gewählt

20. April 2015 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Mit großer Mehrheit ist Rainer Wendt von den Delegierten des DPolG Bundeskongresses erneut zum Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) gewählt worden. Zu seinem ersten Stellvertreter wurde der 53jährige DPolG Landesvorsitzende von Hamburg und Abgeordnete der Bürgerschaft, Joachim Lenders, gewählt. Zu weiteren Stellvertretern wurden Michael Hinrichsen (Bayern), Ralf Kusterer (Baden-Württemberg), Wolfgang Ladebeck (Sachsen-Anhalt) sowie Ernst G. Walter (Bundespolizei) gewählt.

Der 58jährige Hauptkommissar Rainer Wendt aus Duisburg, seit 42 Jahren im Polizeidienst, verdeutlichte in einer kämpferischen Rede die Schwerpunkte der künftigen Gewerkschaftsarbeit und stimmte die Organisation auf die Herausforderungen in den kommenden Jahren ein. Ein Kernpunkt wird die Personalsituation der Polizei in Bund und Ländern sein. Die DPolG wird konkrete Vorschläge unterbreiten für einen sinnvolleren Personaleinsatz sowie zur Entlastung der Polizei von bestimmten Aufgaben. Überdies wird es auf dem zweitägigen Bundeskongress um die Themen Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst gehen sowie um Kriminalitäts- und Terrorbekämpfung und den Umgang mit der Flüchtlingssituation.

Rainer Wendt stellte auf dem Kongress klar, der Polizeiberuf müsse wieder zum Traumberuf werden: „Für viele junge Menschen ist der Beruf des Polizisten ein Traumberuf und sie haben Recht. Aber für viele ist er auch zum Albtraum geworden und das müssen wir wieder ändern. Natürlich muss der Gesetzgeber mit guten Gesetzen, angemessener Besoldung und Ausrüstung und ausreichender Personalausstattung dafür sorgen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen wieder Respekt und Anerkennung spüren!“

Zur Öffentlichkeitsveranstaltung des Kongresses werden u.a. Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der Berliner Innensenator Frank Henkel erwartet. Darüber hinaus legen Fraktionsvertreter aus dem Deutschen Bundestag im Rahmen einer Podiumsdiskussion ihre Positionen zum Kongressmotto „Sicherheit, Freiheit, Bürgerrechte – Ohne uns läuft nichts“ dar.