Bilanz des ersten europaweiten „Blitz-Marathon“

17. April 2015 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Verkehr | Drucken

„Rasen ist der Killer Nummer eins auf deutschen Straßen. Natürlich glaube ich nicht, dass ein „Blitz-Marathon“ das Problem lösen kann. Er ist aber Teil einer wichtigen Aufklärungskampagne, um das Thema in den Köpfen der Menschen zu verankern. Plakate und Hinweisschilder reichen oftmals leider nicht aus“, sagte Minister Caffier und führte weiter aus:

„Wenn über 300 Polizisten und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes einen Tag lang zeitgleich auf den Straßen in unserem Land kontrollieren, dann ist das ein wichtiges Signal. Es trägt dazu bei, uns alle wieder wachzurütteln und aufmerksamer zu werden. Alle reden über die Aktion, nicht nur am Tag des Blitz-Marathons, sondern auch im Vorfeld und noch einige Tage danach. Auch die Berichterstattung in den Medien trägt dazu bei, dass das Thema kontrovers diskutiert wird in der Gesellschaft. Wenn einige Autofahrer dadurch ihr Fahrverhalten überdenken und ändern, hat sich die ganze Aktion gelohnt.
Ich möchte auch allen eingesetzten Kräften der Landespolizei und der Kommunen für ihren Einsatz danken.“

Nach Ende des ersten europaweiten „Blitz-Marathon“ wurde Bilanz in Mecklenburg-Vorpommern gezogen.
Von gestern 06.00 Uhr bis heute Morgen 00.00 Uhr wurde in Mecklenburg-Vorpommern von der Landespolizei und den Kommunen an 172 Orten kontrolliert. Dabei sind 57274
Fahrzeuge gemessen worden.
Durch die Polizei und Kommunen wurden 310 Kontrollkräfte eingesetzt. Insgesamt wurden 2071
Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, damit lag die Beanstandungsquote bei 3,62%.
An einem normalen Kontrolltag liegt die Quote derzeit in Mecklenburg- Vorpommern bei ca. 11,2%.
Bei den Anhaltekontrollen der Polizei wurden 655 Verkehrsteilnehmer direkt mit ihrem Fehlverhalten im Straßenverkehr konfrontiert und dadurch konnte eine erzieherische Wirkung erzielt werden.
Der größte Teil der Verkehrsteilnehmer fuhr sehr diszipliniert, bei den festgestellten Überschreitungen blieben die meisten Verstöße im Verwarnungsgeldbereich.
Allerdings wurden auch sehr hohe Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. In Greifswald wurde ein Autofahrer mit 97 km/h in der Gützkower Landstaße gemessen. Im 80er Bereich der Rügenbrücke wurde ein Fahrzeug mit 125 km/h geblitzt.

„Ich fordere eine angepasste Geschwindigkeit von den Verkehrsteilnehmer, gerade die steigenden Zahlen bei den Verkehrstoten zeigen mir, dass man die Verkehrsteilnehmer dazu bewegen muss, situationsgerecht zu fahren“, führte Minister Caffier abschließend aus.

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