Rückgang der Straftaten dokumentiert gute Polizeiarbeit

13. April 2015 | Themenbereich: Kriminalität, Rheinland-Pfalz | Drucken

Innenminister Roger Lewentz hat den Tiefststand der Straftaten in Rheinland-Pfalz als Beleg für die hervorragende Arbeit der Polizei bezeichnet. „Die Zahl der Straftaten ist in unserem Bundesland im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Wir haben die niedrigsten Fallzahlen der vergangenen 13 Jahre und belegen bei der Aufklärungsquote einen Spitzenplatz unter den Bundesländern“, sagte Lewentz bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2014 am Montag in Mainz.

In Rheinland-Pfalz wurden im vergangenen Jahr 264.553 Straftaten verübt, das waren 2.888 (minus 1,1 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die Polizei konnte 61, 9 Prozent aller angezeigten Straftaten aufklären, das entspricht einer Steigerung um 1,0 Prozent. „Ich bin stolz auf die anhaltend gute Arbeit unserer Polizei. Die Aufklärungsquote liegt im zehnten Jahr in Folge über der 60-Prozent-Marke. Damit gehört Rheinland-Pfalz im Ländervergleich erneut zu den Ländern mit der höchsten Aufklärungsrate“, betonte Lewentz.

Besonders erfreulich nannte der Minister den deutlichen Rückgang der Jugendkriminalität. Dort wurden noch bis 2007 steigende Fallzahlen registriert, die im vergangenen Jahr erneut deutlich reduziert werden konnten. So nahm gegenüber dem Vorjahr die Zahl der 2014 registrierten tatverdächtigen Kinder um 192 (5,7 Prozent) auf 3.167 ab. „Das ist der niedrigste Stand seit mehr als 20 Jahren“, so Lewentz. Gegenüber dem Höchststand von 2007 bedeutet dies bei den Kindern einen Rückgang von 43 Prozent. Auch bei den Jugendlichen hat im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2013 die Zahl der Tatverdächtigen um 521 (5,0 Prozent) auf 9.862 abgenommen. Das ist die niedrigste Zahl seit 1996 und bedeutet gegenüber 2007 einen Rückgang um fast 30 Prozent. „Die positive Entwicklung bei der Jugendkriminalität freut mich sehr. Die Konzepte und Projekte unseres Landes zur Bekämpfung der Jugendkriminalität greifen offenbar“, sagte der Minister. Als Beispiel nannte er die Häuser des Jugendrechts, die mittlerweile in allen fünf Oberzentren des Landes ins Leben gerufen worden sind. Dort kooperieren unter einem Dach Polizei, Justiz, Jugendämter und freie Träger der Jugendhilfe bei der Bekämpfung der Kriminalität eng miteinander.

Als eine wichtige Messgröße für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung bezeichnete der Innenminister die Gewaltkriminalität. Dazu zählen Straftaten gegen das Leben, Raubüberfälle oder auch schwere und gefährliche Körperverletzungsdelikte. „Diese Straftaten nahmen erneut ab und zwar um 707 Fälle (7,9 Prozent) auf 8.205. Das ist die niedrigste Zahl seit 2002“, sagte Lewentz. So hatte es im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz beispielsweise sieben versuchte und drei vollendete Morde gegeben. Es wurden 57 Totschlagsdelikte registriert und die Zahl der Raubdelikte nahm um 9,4 Prozent auf 1.551 ab.

Ein weiterer bedeutsamer Schwerpunkt der Polizei liegt bei der Bekämpfung der Wohnungseinbrüche. „Ich bin sehr froh, dass die Zahl der Wohungseinbrüche leicht gesunken ist“, sagte Lewentz. Der Rückgang beträgt 0,7 Prozent auf nunmehr 5.819 Fälle, bei den vollendeten Delikten fällt der Rückgang um5,1 Prozent noch deutlich höher aus. „Erfreulich ist auch, dass in 44,9 Prozent der Fälle die Täter an gut gesicherten Türen und Fenstern gescheitert sind“, so Lewentz. Deutlich werde aber auch, dass die überregional handelnden Tätergruppen überaus professionell vorgingen. „Auch wenn Rheinland-Pfalz beispielweise im Vergleich zu Bayern, die in diesem Jahr einem Anstieg dieser Straftaten um 28,6 Prozent vermelden, relativ gut dasteht, müssen die Länder und die europäischen Staaten die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Wohnungseinbruchdiebstahl noch weiter intensivieren“, unterstrich Lewentz.