Verzahnung von Theorie und Praxis

2. April 2015 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Die Verzahnung von Theorie und Praxis durch den regelmäßigen wechselseitigen Austausch aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Baustein für die vielfältigen Aufgaben des Bundeskriminalamtes (BKA) entwickelt. Um diesen Prozess fortzuentwickeln, unterzeichneten heute in Wiesbaden Prof. Dr. Martin Przybilski, Vizepräsident der Universität Trier, Thomas Bönders, Präsident der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, und Holger Münch, Präsident des BKA, eine Kooperationsvereinbarung. Deren Eckpfeiler sind ein regelmäßiger Dozentenaustausch, wechselseitige Gastvorlesungen und Lehrveranstaltungen sowie darauf aufbauende gemeinsame Projekte in Forschung und Lehre.

Künftige Partner der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit dem Fachbereich „Kriminalpolizei beim BKA“ sind das Institut für Deutsches und Europäisches Strafprozessrecht und Polizeirecht (ISP), die Abteilung „Sozialpsychologie“ sowie der Lehrbereich „Allgemeine Soziologie“ der Universität Trier.

Die Kooperation geht auf eine gemeinsame Initiative von Prof. Dr. Mark Zöller, Dekan der juristischen Fakultät der Universität Trier, und Prof. Dr. Sigmund Martin von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung zurück. Sie wird bereits seit 2014 durch erste wechselseitige Gastvorlesungen mit Leben erfüllt.

BKA-Präsident Holger Münch freut sich auf die künftige Zusammenarbeit: „Die heute unterzeichnete Kooperationsvereinbarung ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die polizeiliche Arbeitspraxis mit der Forschung künftig noch enger zu verzahnen. Nur so können wir uns das notwendige Wissen etwa um die Entstehung von Kriminalität und kriminalitätsfördernde Faktoren erschließen. Eine Expertise die wir brauchen, denn nur mit einem umfassenden Bekämpfungsansatz können wir den vielfältigen Herausforderungen, vor die uns die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Organisierter Kriminalität, Cyber-Kriminalität, Extremismus und Terrorismus stellen, wirksam begegnen.“

Den feierlichen Rahmen für die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung bildete die Bachelor- und Ernennungsfeier von 36 Absolventinnen und Absolventen der 63. Ausbildungsgruppe des Bundeskriminalamtes in der Rotunde des Biebricher Schlosses.