Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) – Kein Grund zur Entwarnung

1. April 2015 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

„Niemand will Mecklenburg-Vorpommern unsicher reden, allerdings bewegt sich die Kriminalität immer noch auf einem hohen Niveau. Dazu kommt eine hohe Dunkelziffer, die einfach daraus resultiert, dass viele Delikte Kontrolldelikte sind. Diese werden nicht zur Anzeige gebracht, sondern von Polizisten festgestellt. Weniger Polizei heißt in diesem Fall auch weniger Kontrolldelikte.“, so Christian Schumacher, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Mit der bei 60 Prozent liegenden Aufklärungsquote zeigte sich Schumacher zufrieden, weist jedoch auf die angespannten Umstände hin, unter denen die Arbeit der Polizeibeschäftigten erfolgt. „Die Aufklärungsquote sollte nicht überbewertet werden. Dennoch ist sie ein Anhaltspunkt für sehr gute Polizeiarbeit bei steigender Einsatzbelastung“, merkt der Landesvorsitzende an.

Mit großer Sorge betrachtet die GdP die sehr hohe Anzahl von Wohnungseinbrüchen. Einbrecher verletzen einen der intimsten Bereiche der Bürgerinnen und Bürger und zerstören dadurch nachhaltig das Sicherheitsgefühl der Menschen. Zwar ist die Zahl der Wohnungseinbrüche auch aufgrund des massivem Personaleinsatzes und engagierter Arbeit der Kolleginnen und Kollegen von 2013 zu 2014 nur noch um 9 Fälle auf 1.530 Fälle gestiegen. Allerdings stieg sie in den Vorjahren, also seit 2010, zwischen 5,6, und 7,6 Prozent jährlich.

„Für die Bekämpfung dieses Kriminalitätsbereiches und eine wirksame Prävention überall im Land benötigen wir vor allem ausreichend Personal in der Fläche. Polizeiarbeit ist ‚Arbeit vor Ort‘.“

Der Landesvorstand

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