Innenminister Caffier stellt Polizeiliche Kriminalstatistik 2014 vor

1. April 2015 | Themenbereich: Kriminalität | Drucken

Innenminister Lorenz Caffier hat heute die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2014 vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Sicherheitsniveau in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor sehr hoch ist.

  •  Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 116.609 Straftaten registriert
  •  Rund 3.900 Straftaten weniger als im Vorjahr
  •  In vier der sieben Straftatenhauptgruppen war die Zahl der Straftaten rückläufig
  • Jugendkriminalität rückläufig – Zuwachs bei den Altersgruppen ab 30 Jahren

„Wie in den Vorjahren war die Kriminalitätslage auch im vergangenen Jahr durch einen weiteren Straftatenrückgang in unserem Bundesland gekennzeichnet“, erklärt Innenminister Lorenz Caffier. „Im vergangenen Jahr nahm die Fallzahl in zahlenmäßig bedeutsamen Straftatenhauptgruppen weiter ab, was zu einer weiter gesunkenen Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung führte. Das hohe Engagement der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern spiegelt sich auch in einem deutlichen Anstieg der Aufklärungsquote wieder.“

Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern und die Landespolizei stellen mit dieser Bilanz erneut ihre hohe Kompetenz in Sachen „Innere Sicherheit“ unter Beweis. Hierfür verfolgen wir seit Jahren eine klare und nachhaltige Strategie:
• Wir gehen konsequent gegen Kriminalität vor,
• wir dulden keine rechtsfreien Räume,
• wir setzen auf eine gezielte Prävention,
• wir stellen uns frühzeitig auf neue Gefahren und Entwicklungen ein.

Innenminister Lorenz Caffier: „Mein Dank gilt dem persönlichen Einsatz und dem hohen Engagement unserer rund 5.800 Polizeibeamtinnen und -beamten, die rund um die Uhr exzellente Arbeit leisten und das manchmal auch unter dem Einsatz ihres Lebens. Mein Dank gilt aber auch den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die Sicherheit in unserem Land stark machen, sei es, dass sie der Polizei wichtige Hinweise geben, mit Zivilcourage eine Straftat verhindert haben oder sich gar in den zahlreichen Präventionsräten engagieren.
Im gesamtgesellschaftlichen Miteinander gewährleisten wir gemeinsam Sicherheit in unserem Land.“

Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick:

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der erfassten Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern um etwas mehr als drei Prozent auf 116.609 Straftaten zurückgegangen. Das sind rund 3.900 Fälle weniger als im Jahr 2013.
Wesentliche Rückgänge bestehen dabei im Bereich des Diebstahls und bei den Sonstigen Straftatbeständen, aber auch im Bereich der Cybercrime. Das Internet hat im vergangenen Jahr bei der Begehung von Straftaten noch weiter an Bedeutung gewonnen. In den Teilbereichen der Cybercrime, der Computer- und Internetkriminalität werden aber seit dem Berichtsjahr 2014 auf der Grundlage einer bundesweiten Abstimmung nicht mehr die Straftaten in der PKS erfasst, bei denen sich der Tatort nicht oder nicht sicher in Deutschland befindet, auch wenn die Schädigung durch die Straftaten hier eingetreten ist. Damit erklärt sich auch der Rückgang der registrierten Straftaten im Bereich Internetkriminalität um rund 2.500 Fälle auf 4.530 Straftaten.

„Die Fälle, die ihren Ursprung im Ausland haben, werden allerdings nach wie vor von der Polizei bearbeitet, da die Opfer hier geschädigt werden. Aus den für 2014 in der PKS ausgewiesenen Zahlen darf daher nicht geschlossen werden, dass die Belastung durch Straftaten der Cybercrime insgesamt zurückgegangen ist“, stellt Innenminister Lorenz Caffier fest.

Diese Kriminalitätsentwicklung spiegelt sich auch in einer weiter reduzierten Häufigkeitszahl wider. Diese sank um 225 Fälle auf 7.304 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Die Häufigkeitszahl nivelliert demografische Einflüsse und erlaubt somit einen direkten Vergleich unabhängig der Bevölkerungsentwicklung. Insoweit ist es für die Landespolizei sehr erfreulich, dass der Bundesdurchschnitt in der Kriminalitätsbelastung erstmals unterschritten wurde.

Dieses betrifft auch die Aufklärung von Straftaten. Die Aufklärungsquote erhöhte sich im vergangenen Jahr landesweit um 2,1 Prozentpunkte auf 60,4 %. Insgesamt wurden 70.426 Straftaten aufgeklärt.
Wie in den Vorjahren wurde die höchste Aufklärung bei den Straftaten gegen das Leben erreicht – im vergangenen Jahr waren das 96,6 %.

2014 wurden insgesamt 46.345 Straftäter ermittelt.
Die Zahl der unter 21-jährigen Tatverdächtigen ging dabei geringfügig auf 8.515 Jungtäter zurück. Der größte Teil der Jungtäter wurde mit 2.878 unter 21-Jährigen im Bereich des Diebstahls erfasst. Die Zahl ging dort aber um 131 zurück. Und auch bei den anderen jugendtypischen Deliktsbereichen wie der Straßenkriminalität und der Gewaltkriminalität sind erneut Rückgänge zu verzeichnen. Die Zahl der Jungtäter nahm dort um 265 auf insgesamt 2.417 junge Tatverdächtigen ab.

Im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung bei den Jungtätern besteht aber ein Zuwachs bei den älteren Jahrgängen: Bei allen ab 30 Jahre gebildeten Altersgruppen stieg die Zahl der Tatverdächtigen, darunter auch die mit einem Alter von 60 und mehr Jahren.
Dies betrifft auch die Entwicklung bei den Opfern. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 18.843 Personen als Opfer einer Straftat registriert. Die Opferzahl ab dem Alter von 60 Jahren erhöhte sich mit einem Anstieg von 5,6% auf 1.359 Betroffene am Stärksten.

Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen wurden mit 4.931 Personen 1.057 mehr als im Vorjahr festgestellt. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 10,6 Prozent. Die unmittelbare Grenzlage zu Polen führt in Mecklenburg-Vorpommern zu einer vergleichsweise hohen Anzahl an polnischen Tatverdächtigen. Deren Zahl stieg im vergangenen Jahr landesweit um 148 auf 1.029 Tatverdächtige. Ein Anstieg ist auch bei anderen Nationalitäten vorhanden, so insbesondere bei syrischen Staatsangehörigen, deren Zahl sich um 233 Personen auf 341 erhöhte.

Die gestiegene Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ist auch auf den weiter gestiegenen Migrationsdruck durch Menschen aus der Dritten Welt zurückzuführen, der sich auch in einem Anstieg von Straftaten insbesondere wegen unerlaubter Einreise oder unerlaubten Aufenthaltes widerspiegelt: So wurden zu diesem Straftatenbereich allein ca. 500 nichtdeutsche Tatverdächtige mehr als in 2013 festgestellt.

„Angesichts der offenen Grenzen innerhalb Europas, des international teilweise sehr starken Armutsgefälles nutzen international agierende Banden und reisende Tätergruppen immer wieder die Freiheit und Freizügigkeit in Europa auch für ihre kriminellen Machenschaften aus. Daher ist die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität nach wie vor eine Schwerpunktaktivität der Landespolizei“, hält Innenminister Lorenz Caffier fest.

Entwicklung in einigen Kriminalitätsbereichen

In vier der sieben Straftatenhauptgruppen war die Zahl der Straftaten rückläufig

Darunter befindet sich der zahlenmäßig am stärksten ausgeprägte Diebstahl, der im vergangenen Jahr 36,4 % aller Straftaten ausmachte. Die Fallzahl ging um 6,9 % bzw. 3.151 Fälle auf insgesamt 42.435 Straftaten zurück. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist für den Bereich des Diebstahls ein Rückgang um fast 40 % zu verzeichnen.

Die Aufklärungsquote konnte in diesem Deliktsbereich im vergangenen Jahr von 30,7 % auf 31,9 % erhöht werden.
Von der rückläufigen Fallentwicklung sind wieder beide Diebstahlsbereiche, der einfache und der schwere Diebstahl betroffen: Der einfache Diebstahl ging um 6,0 % bzw. um 1.222 Fälle auf 19.261 Straftaten zurück.
Besonders ist aber der weitere Rückgang des schweren Diebstahls herauszustellen. Hier wurden ca. 2.000 weniger Fälle erfasst, was einem Rückgang um 7,7 % entspricht. Im Ergebnis dessen ging der schwere Diebstahl auf 23.174 Straftaten zurück.
„Sorge bereitet mir aber, dass im vergangenen Jahr der zum schweren Diebstahl gehörende Wohnungseinbruchdiebstahl erneut nicht rückläufig war“, stellt Minister Caffier fest. „Wenn eingebrochen wurde, leiden die Opfer meist unter den psychischen Folgen. Beim Wohnungseinbruchdiebstahl trifft der Spruch „Gelegenheit macht Diebe“ in hohem Maße zu. Neben der Polizei kann jeder Bürger sehr viel zu seinem eigenen Schutz vor Wohnungseinbrüchen tun. Einen Zweitschlüssel unter den Blumentopf zu legen, war jahrzehntelang nie ein Problem. Heutzutage geht das einfach nicht mehr.“

Im Vergleich zum Vorjahr blieb im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls im vergangenen Jahr die Zahl 1.530 Straftaten auf gleichem Niveau. Das sind neun Fälle mehr als im Vorjahr. In den Jahren davor, also seit 2010, lagen die Zunahmen noch zwischen 5,6 und 7,6 %. Allein 2013 war einen Anstieg um 108 Wohnungseinbrüche zu verbuchen. Der Anstieg in diesem Bereich konnte also aufgrund der umfassenden polizeilichen Maßnahmen in 2014 zumindest gebremst werden.

In der Fallentwicklung bestehen zum Teil sehr deutliche territoriale Unterschiede: So erhöhte sich beispielsweise die Zahl der Wohnungseinbrüche in Schwerin um 45 (auf 169), während sie in Rostock um 6 Fälle (auf 223) zurückging. Eine ähnlich uneinheitliche Entwicklung gibt es ebenfalls bei den Landkreisen.

Kriminalitätsentwicklung in der Grenzregion (Landkreis Vorpommern-Greifswald)

Im Grenzkreis reduzierte sich die Zahl der Wohnungseinbrüche zwar um 45 auf 354 Fälle.
Trotz dieses Rückganges weist der Grenzkreis aber eine gegenüber allen anderen Landkreisen mehr als doppelte Fallzahl beim Wohnungseinbruchdiebstahl auf. 89 Wohnungseinbrüche konnten aufgeklärt werden, was einer Quote von 25,1 % entspricht (2013: 25,8 %).

Die Gesamtzahl der Straftaten ging in Vorpommern-Greifswald um 3,6 % auf 17.361 Fälle zurück. Im vergangenen Jahr wurden damit 642 Straftaten weniger für diese Region registriert. Positiv herauszustellen ist dabei der Rückgang der Roheitsdelikte um 4,5 % und des Diebstahls insgesamt um 4,8 %.
Die Aufklärungsquote konnte beim schweren Diebstahl von 15,7 % auf 18,3 % gesteigert werden und liegt jetzt über dem Landesdurchschnitt von 17,4 %.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die in der Vergangenheit unternommenen Anstrengungen der Polizei in Vorpommern-Greifswald schlagen sich somit auch in der Statistik nieder. Dies trifft grundsätzlich auch auf die Situation der Insel Usedom zu.“

Die Zahl der Straftaten verringerte sich auf der Insel Usedom um 60 auf 2.722 Fälle, die Zahl der Wohnungseinbrüche ging von 155 auf 142 zurück.

„Diese Entwicklung ist für mich aber noch nicht zufriedenstellend. Die Polizeiinspektion Anklam hat eine Reihe von Personalverstärkungen in Grenznähe vorgenommen. Und auch der Bäderdienst wird hier auch in diesem Jahr wieder verstärkt“, kündigt Innenminister Caffier an. „Parallel dazu beziehen wir die Bevölkerung durch breitenwirksame Präventionsmaßnahmen weiterhin mit ein. Auch am Beispiel des jüngst gegründeten regionalen Präventionsrates der Insel wird deutlich dass sich nicht nur die Polizei für die Sicherheit und Ordnung auf der Insel einsetzt.“

Derzeit bestimmt auf Usedom der Deliktsbereich Diebstahl mit einem Anteil von etwa 55 Prozent der insgesamt ca. 2.700 Straftaten die Kriminalitätslage. So haben insbesondere der Diebstahl von Kraftwagen und der von Fahrrädern auf der Insel zugenommen. Der Kraftwagendiebstahl stieg auf 33 Fälle (2013: 22) und der Fahrraddiebstahl auf 530 (2013: 478).

Mit Blick auf Mecklenburg-Vorpommern ist der Diebstahl von Kfz im vergangenen Jahr insgesamt allerdings deutlich zurückgegangen. Die Fallzahl reduzierte sich um 31,3 %, also 370 Fällen, auf den mit 812 Straftaten bislang tiefsten Stand. Bis auf Vorpommern-Greifswald ging die Fallzahl in allen Landkreisen und kreisfreien Städten zurück. Im Grenzkreis erhöhte sich der Kraftwagendiebstahl um 35 Fälle auf 157.

Neben dem starken Rückgang der Diebstahlskriminalität können wir auch für das vergangene Jahr wieder einen deutlichen Fallrückgang in der Gruppe der Sonstigen Straftatbestände des StGB feststellen. In dieser Deliktsgruppe werden vor allem Straftaten wie Sachbeschädigung, Brandstiftung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten gegen die öffentliche Ordnung zusammengefasst.
Die Gesamtfallzahl ging um 5,9 % bzw. um ca. 1.800 auf rund 28.300 Straftaten zurück. Diese positive Entwicklung resultiert auch im vergangenen Jahr vor allem aus dem Rückgang der Sachbeschädigungen (- 1.600 Fälle).

Weiter rückläufig ist auch die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte. Diese verringerte sich um 512 Fälle bzw. um 2,3 % auf insgesamt ca. 21.400 Straftaten. Ursächlich dafür ist eine entsprechende Entwicklung der Betrugsstraftaten und der Urkundenfälschung.

Neben den Vermögens- und Fälschungsdelikten verringerte sich die Gruppe der Rohheitsdelikte.um 387 Straftaten auf ca. 15.400 Fälle. Auch die als Gewaltkriminalität zusammengefassten Straftaten, darunter insbesondere die schwere und gefährliche Körperverletzung, sind mit insgesamt 2.986 Fällen um 278 Straftaten rückläufig.

Die Gesamtzahl der Straftaten gegen das Leben blieb mit 59 Fällen unverändert. 57 Verbrechen konnten davon aufgeklärt werden. Bei Mord ist ein Anstieg der Fallzahl von 5 auf 14 zu verzeichnen. 9 Fälle gingen dabei nicht über das Versuchsstadium hinaus. Die Fallzahl beim Totschlag ging um 11 Straftaten auf 24 zurück, die der fahrlässigen Tötung erhöhte sich um 2 auf 21.

Anders dagegen die Gruppe der strafrechtlichen Nebengesetze. Die Zahl der dort erfassten Straftaten erhöhte sich sprunghaft auf ca. 8.000 Fälle. Der mit 28,2 % sehr deutliche Fallzuwachs von insgesamt 1.747 Fällen resultiert unter anderem aus der erhöhten Anzahl von Straftaten gegen das Ausländergesetz und das Asylverfahrensgesetz, die um 619 auf 1.360 Fälle zunahmen. 1.136 Straftaten davon entfallen allein auf Straftaten der unerlaubten Einreise bzw. des unerlaubten Aufenthaltes. Die Fallzahl erhöhte sich um 517 Straftaten.

„Politische Spannungen rund um den Globus haben unmittelbare Auswirkungen auch auf die Sicherheitslage in unserem Land. Immer mehr Menschen reisen aus unterschiedlichsten Gründen bei uns illegal ein. Wer zuwandern will, bedarf der Erlaubnis zur Einreise für einen bestimmten Zweck, etwa zum Studium, zur Beschäftigung oder zum Familiennachzug. Das Aufenthaltsgesetz bestimmt deshalb, dass unerlaubt eingereiste Personen grundsätzlich kein Aufenthaltsrecht erhalten können, wenn sie nicht wegen drohender Gefährdung im Herkunftsland Schutz in Deutschland, also Asyl, benötigen. Wird keine Gefährdung festgestellt, müssen sie wieder ausreisen“, fasst Innenminister Caffier zusammen.

Bei den Sexualstraftaten wurden mit 1.079 Fällen 197 Straftaten mehr erfasst als in 2013 (882 Fälle).
Der Anstieg ist vor allem auf die Zunahme der verbotenen Verbreitung pornografischer Schriften zurückzuführen. Diese Straftaten erhöhten sich um 141 auf 285 Straftaten. Darunter befindet sich auch ein Ermittlungskomplex, der wegen der Verbreitung pornografischer Selbstdarstellungen über das Portal whatsapp an eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen geführt wurde und allein 93 Fälle ausmachte. Bei den hierzu festgestellten insgesamt 74 Tatverdächtigen handelt es sich ganz überwiegend um Schüler, die – ausgehend von zunächst einem Tatverdächtigen – die ihnen übersandten Aufnahmen, entweder allein oder ergänzt um weitere, an minderjährige Freunde oder Bekannte weiterverbreiteten und sich damit strafbar machten.

Caffier: „Dieses Verfahren verdeutlicht auch, wie elektronische Medien durch unbedarfte Nutzung von Kindern und Jugendlichen zu strafbaren Handlungen führen können und unterstreicht einmal mehr die notwendige vorbeugende Aufklärung durch Eltern und Schule über den Umgang mit Internet und Handy.“

Zusammenfassung

Die Sicherheitslage hat sich im vergangenen Jahr in unserem Bundesland insgesamt weiter verbessert. Dies betrifft Kriminalitätsbereiche, die der Öffentlichkeit in weiten Teilen verborgen bleiben, aber auch den Teil, der in Öffentlichkeit begangenen Straftaten, der Straßenkriminalität. Im vergangenen Jahr sank die Fallzahl um fast 3.000 Straftaten. Insgesamt wurden 21.905 in der Öffentlichkeit ausgetragene Straftaten begangen.

„Dieses alles ist natürlich nicht zum Nulltarif zu haben: Sicherheit kostet Geld, sowohl in technischer als auch in personeller Hinsicht“, fasst Innenminister Lorenz Caffier die Ergebnisse der Kriminalstatistik 2014 zusammen.
„Die Landesregierung ist deshalb bemüht, die Ausstattung der Polizei auf dem notwendig hohen Niveau zu halten und entsprechend wissenschaftlich-technischer Entwicklungen anzupassen. Die Notwendigkeit dafür resultiert bereits allein für die Strafverfolgung aus den Anforderungen an die Beweisführung, die sich an den aktuell wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen und Methoden ausrichten muss.“

Caffier weiter: „Gleiches gilt für den Personalbestand. Gestiegene Qualifikationsanforderungen, resultierend unter anderem aus dem Bereich der Cybercrime, aber auch der Kriminaltechnik und deren international anerkannten Zertifizierungsverfahren, fordern eine höhere Qualifikation der Beamten bzw. die Einstellung von gut ausgebildetem Fachpersonal. Darüber hinaus ist die Sicherheit auf der Straße nur mit einem aufgabengerecht ausgestatteten Personalkörper leistbar. Dieser muss im Übrigen auch Verstärkungen in Gebieten mit temporär auftretenden Kriminalitätsschwerpunkten ermöglichen, ohne dabei an anderer Stelle eine Sicherheitslücke zu schaffen. Kurzum, wir müssen auch in Zukunft in der Lage sein, auf sich verändernde Bedingungen in jedweder Hinsicht flexibel zu reagieren, ohne dabei an anderer Stelle an Schlagkraft einzubüßen. Die Landesregierung wird die dafür notwendigen materiellen und personellen Voraussetzungen gewährleisten, damit wir den Mecklenburgern und Vorpommern auch in Zukunft ein hohes Maß an öffentlicher Ordnung und Sicherheit bieten können.“