Raserei auf Straßen wird streng geahndet

31. März 2015 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz, und sein nordrhein-westfälischer Kollege Ralf Jäger haben ein kon-sequentes und entschlossenes Vorgehen gegen Raser angekündigt. „Überhöhte Geschwindigkeit ist auf unseren Straßen noch immer Todesursache Nummer 1. Die Polizei ahndet darum an 365 Tagen im Jahr Rasen im Straßenverkehr mit aller Härte“, sagte Lewentz bei der Vorstellung des diesjährigen Blitz-Marathons auf einem Fahrübungsplatz am Dienstag in Grafschaft. Um die Autofahrer für die Bedeutung einer angepassten Geschwindigkeit und besonnene Fahrweise zu sensibilisieren und ein deutliches Zeichen gegen Raserei zu setzen, haben die Innenminister aller Bundesländer den bundesweiten „Blitz-Marathon“ vereinbart.

In diesem Jahr werden am 16. April in ganz Deutschland deutlich mehr als 13.000 Beamtinnen und Beamten an über 7.000 Kontrollstellen die Geschwindigkeit kontrol-lieren. „Der Blitz-Marathon ist Präventionsarbeit im besten Sinne. Darum werden wir auch über die Messstellen vor der Aktion genau informieren,“ betonte Minister Le-wentz. „Mit dem Blitz-Marathon gelingt es uns immer wieder, den Menschen bewusst zu machen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist“, erläuterte NRW-Innenminister Jäger.

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 3.350 (2013: 3.339) Menschen bei Ver-kehrsunfällen ums Leben gekommen. In Rheinland-Pfalz waren es 175 (2013: 174) Personen. „Jeder Tote auf unseren Straßen ist einer zu viel“, sagte Lewentz. Die Sta-tistik belege, dass die häufigste Unfallursache überhöhte Geschwindigkeit ist – gefolgt von zu geringem Sicherheitsabstand und Verletzung der Vorfahrt.

In Rheinland-Pfalz haben auch in diesem Jahr wieder die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, einen großen Teil der 350 Kontrollstellen selbst festzulegen. „Unsere rheinland-pfälzische Polizei kontrolliert gemeinsam mit den Kommunen also beson-ders häufig dort, wo es die Menschen für notwendig halten. Das ist eine gute Form der Bürgerbeteiligung“, sagte Roger Lewentz. Es werden mehr als rheinland-pfälzische 500 Polizisten und Personal der Kommunen im Einsatz sein. In Rheinland-Pfalz können die Bürgerinnen und Bürger ab heute eine Woche lang auf der Homepage www.blitzmarathon.rlp.de ihre Wünsche für Kontrollstellen eingeben.

Erstmals gehen dieses Jahr 21 europäische Länder gemeinsam beim Blitz-Marathon an den Start. In der Europäischen Union starben im vergangenen Jahr 25.700 Men-schen bei Verkehrsunfällen.

Der Blitz-Marathon beginnt wie in der Vergangenheit um 6.00 Uhr morgens, endet aber diesmal bereits um 24.00 Uhr. Wegen der zentralen Trauerfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes am 17. April in Köln wird der Einsatz um sechs Stunden verkürzt.