Tendenz stimmt – Tempo nicht

30. März 2015 | Themenbereich: Parteien, SPD | Drucken

Die gute Nachricht vorweg: Im Jahr 2014 kamen im Straßenverkehr in der Europäischen Union 5700 Menschen weniger ums Leben als 2010, aber immerhin verunglückten noch 25 700 Personen tödlich in den 28 Mitgliedstaaten. Das sind etwa 70 Menschen am Tag oder eine deutsche Kleinstadt in einem Jahr.

„Anfang des Jahrzehnts hatte sich die EU zum Ziel gesetzt, die Zahl der Straßenverkehrstoten bis 2020 von 30 700 auf rund 16 000 zu halbieren. Wir sind mit Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr, einer Meinung, dass wir in unserem Bestreben nicht nachlassen dürfen und diese Zahlen als Weckruf begreifen müssen. Wir können nicht zulassen, dass jeden Tag 70 Menschen sterben. Verkehr ist kein Naturereignis. Verkehr wird von Menschen gemacht. Also müssen wir auch in der Lage sein, die Risiken zu minimieren und die Verkehrssicherheit insgesamt zu erhöhen.

Ein großes Potenzial liegt im technischen Fortschritt, der unter der Prämisse der Verkehrssicherheit genutzt werden muss. Schon heute bewähren sich Fahrerassistenzsysteme wie ESP oder ABS. Die große Herausforderung liegt darin, die digitale Vernetzung des Verkehrs so zu organisieren, dass künftig ein großes Plus an Verkehrssicherheit für die Fahrenden herauskommt. Aktuell steht eine Reform der Fahrlehrerausbildung an, die auch zu einer Mehrphasenausbildung für Fahrschüler führen könnte.

Fakt ist aber, dass die Zahl der Verkehrstoten in der EU seit 2010 um 18,2 Prozent zurückgegangen ist. Damit die ehrgeizigen Ziele für 2020 erreicht werden, dürfen die Mittel für Verkehrssicherheitsarbeit, das heißt Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung nicht gestrichen werden, sondern müssen auf hohem Niveau fortgesetzt werden. Wir brauchen eine zielgenaue Verkehrserziehung im Vorschulalter und eine Verkehrsaufklärung, die sowohl die jungen Fahrenden als auch die älteren Verkehrsteilnehmer erreicht.“

Quelle: SPD-Bundestagsfraktion

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