Justizminister macht sich für sächsische Standorte der Stasi-Unterlagen-Behörde stark

12. März 2015 | Themenbereich: Justiz, Sachsen | Drucken

Staatsminister Sebastian Gemkow hat sich heute im Sächsischen Landtag für die ortsnahe Einsicht in Stasi-Akten eingesetzt. „Die Aufarbeitung muss dort möglich bleiben, wo das Unrecht geschah“, so Sebastian Gemkow in der heutigen Debatte vor den Abgeordneten.

Im letzten Jahr gingen allein in Sachsen über 17.000 Anträge auf Akteneinsicht in der Stasi-Unterlagen-Behörde ein. Deutschlandweit waren es sogar knapp 70.000. Auch im 25. Jahr der Deutschen Einheit herrscht ein reges Interesse an den mehr als 111 km langen Akten und über 1,4 Mio. Fotos.

Eine durch die Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission soll Vorschläge erarbeiten, wie und in welcher Form die Aufgaben der Stasi-Unterlagen-Behörde fortgeführt werden. Erste Ergebnisse will sie im Frühjahr 2016 vorstellen.

Aus Sicht der Sächsischen Staatsregierung ist es unumgänglich, mit der Aufarbeitung auch in den kommenden Jahren fortzufahren. Deutschland muss seiner geschichtlichen Verantwortung gegenüber Opfern des SED-Unrechts und kommenden Generationen auch weiterhin gerecht werden.