Klausurtagung 2015 des BDK Landesverbandes Thüringen

10. März 2015 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Thüringen | Drucken

Am 26./27.02.2015 führte der BDK Landesvorstand seine Klausurtagung für das Jahr 2015 in Tambach-Dietharz durch.

Die Klausur begann mit einer Darstellung des gegenwärtigen Sachstandes der Arbeitsgruppe „Zukünftige Ausrichtung der Kriminalitätsbekämpfung in Thüringen“. Der stellv. Leiter der AG, Normen Klein, zog eine Zwischenbilanz der seit Sommer 2014 durch die AG geleisteten Arbeit.

Aus den Jahren 2009 bis 2013 wurden verschiedene Daten der Dienststellen aus dem IGVP erhoben. Im Ergebnis dessen waren 2,4 Mio angelieferte Datensätze aufzubereiten und zu analysieren. Ca. 85.000 Datensätze wurden methodisch anhand der Pivot-Filterfunktion in Excel-Tabellen bearbeitet. Diese umfassenden Daten sind grundlegend für die Durchführung einer Stärken-Schwächen-Analyse notwendig.
Unter Einbeziehung von Zuarbeiten einzelner Dienststellen konnten die Daten nach:

der Zuständigkeiten K/S nach Aufgabenkatalog,
der Phänomenbereiche und
eines dreistufigen Systems der Deliktsqualität

betrachtet werden.

Zielstellung dieser Arbeitsweise ist nicht der direkte Dienststellenvergleich, sondern die Feststellung deliktsbezogener Belastungsschwerpunkte. Die daraus erlangten Erkenntnisse müssen in einer weiteren Phase durch Interviews weiter präzisiert und unterlegt werden.
Die Ausführungen zeigten, dass die Arbeitsweise sowie die Methodik der Arbeitsgruppe ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil bei der Ausrichtung die Kriminalitätsbekämpfung im Freistaat Thüringen sind. Anhand der Daten können Belastungsspitzen sowie Belastungsintensität in den einzelnen Schutzbereichen, Schwerpunkte der Deliktbereiche sowie die Verteilung einzelner Phänomene im Gesamten erkannt und analysiert werden.

Ein Zwischenbericht der AG ist in Arbeit und wird der Hausleitung des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales (TMIK) vorgelegt. Wir hoffen, dass die Arbeit der AG weiter geführt wird .

Die Klausurtagung wurde durch eine Schulung der Vorstandsmitglieder und Bezirksvorsitzenden durch die AG Marketing des BDK Bundesvorstandes fortgesetzt.

Den Schwerpunkt des Seminars bildeten an beiden Tagen:

Mitgliederstand im Land Thüringen und im Bund, Entwicklungen, Tendenzen;
Notwendigkeit kriminalpolizeilicher Interessenvertretung innerhalb und außerhalb unseres Verbandes;
Einflussgrößen gewerkschaftlicher Arbeit, Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten;
Mitgliederwerbung Entwicklungen und Tendenzen;
„Junge Kripo“ und die weitere Verjüngung unseres Verbandes
Wie begeistern wir junge Kriminalisten/-innen, Kolleginnen und Kollegen der Ermittlungsdienste und andere an der Kriminalitätsbekämpfung Beteiligte für die Ziele des BDK und was tun wir für deren Erreichung?

Auch aktuelle Themen wie der Stand der Beurteilungsrichtlinie, Beurteilungen und Beförderungen im Jahr 2015, der Stand der Einführung der verwendungsorientierten Ausbildung sowie die Berichte der einzelnen Bezirksverbände waren weitere Inhalte der Klausur.

Das diesjährige Fachforum zum Thema „Drogenkriminalität“, welches am 28.04.2015 im Augustinerkloser Erfurt stattfinden wird, ist vorzubereiten und inhaltlich zu gestalten. Hierzu erfolgten Absprachen und Festlegungen.
In die Zukunft blickend wurden ebenso anstehende Veranstaltungen für das Jahr 2015, unter anderem das Partnerschaftstreffen mit dem Landesverband Hessen sowie unser 25-jähriges Jubiläum des BDK in Thüringen besprochen.

Weitere Informationen zu den genannten Veranstaltungen / Terminen können über die Bezirksvorsitzenden und den Landesvorstand nachgefragt werden.

Auch wenn eine gewerkschaftliche Interessenvertretung in der heutigen Zeit nicht einfacher wird, weil die Tagesaufgaben uns schnell einholen, waren sich die Tagungsteilnehmer einig, dass wir für unsere Ziele selbst kämpfen müssen. Die Kripo und die an der Kriminalitätsbekämpfung Beteiligten haben nicht nur einen Namen, sondern auch einen Ruf zu verlieren. Hierfür ist qualifiziertes und durch Erfahrungswissen geprägtes Personal erforderlich.
Wer Personal immer weiter abbaut und eine gleichzeitige Aufgabenmehrung zulässt, tut dies auf dem Rücken unserer Kollegen/-innen. Dies zu verdeutlichen, aber auch nach Lösungen zu suchen, muss weiterhin die gewerkschaftliche Interessenvertretung bestimmen.