Rechtsstaat muss Zeichen setzen

9. März 2015 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verurteilt die Ausschreitungen anlässlich des Bundesligaspiel Stuttgart gegen Hertha Berlin am Freitagabend aufs Schärfste.

Wir haben einen Grad der Eskalation erreicht, so der GdP-Landesvorsitzende Rüdiger Seidenspinner, der durch nichts mehr zu rechtfertigen ist!

Wenn gewaltbereite Straftäter, so Seidenspinner, unter dem Deckmantel des Fußballs so weit gehen, dass Kolleginnen und Kollegen zur Schusswaffe greifen müssen um sich zu schützen, muss jedem endlich klar sein, dass hier nicht nur die echten Fußballfans in Misskredit gebracht werden, sondern sämtliche Grenzen überschritten wurden.

Es ist jetzt an der Zeit, dass der Rechtsstaat hier deutliche Zeichen gegen diese Pseudofans setzt.

Wer meint, dass man sich unter dem Deckmantel des Fußballs alles erlauben und Polizistinnen und Polizisten als Freiwild betrachten kann, dem muss deutlich aufgezeigt werden, dass es hier Grenzen gibt.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erwartet, so deren Landesvorsitzender Rüdiger Seidenspinner, dass sich die Vereine und Fanvereinigungen hier klar und deutlich von diesen Straftätern distanzieren und von der verantwortlichen Politik klare Zeichen zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen.

Hierzu gehört ein voll umfänglicher Rechtsschutz durch den Dienstherrn, damit verletzte Kolleginnen und Kollegen nicht selbst für ihre zivilrechtlichen Schutz und Forderungen sorgen müssen.

Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten sind keine Kavaliersdelikte, sondern Straftaten!