Finanzpolitiker unterschätzen die Gefahrenlage in Deutschland

9. März 2015 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, hält es für symptomatisch, dass Kabeldiebe am Freitagabend den Nahverkehr rund um Essen lahmlegen konnten.

„In NRW sind unsere Dienststellen mit gerade einmal 60% des erforderlichen Personals besetzt. Und das im bevölkerungsreichsten Bundesland“, so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei. Deutschlandweit fehlen der Bundespolizei sogar 2.900 Stellen.

Die Folgen seien vor allem für das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger dramatisch. Denn Polizeiarbeit ist zum großen Teil Präventionsarbeit. Und die ist laut Gewerkschaft mit dem derzeitigen Personal kaum noch leistbar: „Mit so wenigen Polizistinnen und Polizisten, wie wir sie derzeit haben, ist klar, dass wir nicht gleichzeitig nach Terroristen fahnden, Menschenhändler stellen, randalierende Fußballfans im Zaum halten und Kabeldiebstahl auf Bahnanlagen vorbeugen können. Wir fordern ein radikales Umdenken in der Haushaltspolitik“, so Radek.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, vertritt 21.500 Beschäftigte in der Bundespolizei, dem Vollzugsbereich des Zolls sowie die Maut-Kontrolleure des Bundesamtes für Güterverkehr. In der Bundespolizei ist die GdP die mit Abstand mitgliederstärkste Interessenvertretung. Seit März 2014 ist Jörg Radek Vorsitzender des Bezirks Bundespolizei und zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP.