Gerichtsverwertbare Strafverfolgung kann durch gut ausgebildete Kriminalisten sichergestellt werden

6. März 2015 | Themenbereich: Brandenburg, CDU, Parteien | Drucken

Zum heutigen Interview des Brandenburger Justizminister Dr. Helmuth Markov sagt der CDU-Innenexperte Björn Lakenmacher:

,,Seit mehreren Jahren fordert die CDU-Fraktion die Einführung einer spezialisierten Kriminalistenausbildung und die Abkehr vom Irrweg des sogenannten Einheitspolizisten, der in Brandenburg allzu lang und fälschlicherweise als Antwort auf alle polizeilichen Fragestellungen postuliert wurde. Bisher stets durch SPD und Linke abgelehnt, soll diese Forderung nun scheinbar als rot-rote Idee wiedergeboren werden.
Dem steigenden Bedarf an kriminalistischer Fachkompetenz muss nun endlich durch die Einrichtung einer spezialisierten kriminalistischen Ausbildung begegnet werden. Denn nur durch gut ausgebildete Kriminalisten kann zukünftig eine bessere und gerichtsverwertbare Strafverfolgung sichergestellt werden.
Der Wunsch des Justizministers nach besser werdenden polizeilichen Ermittlungen hängt aber auch an der seit Jahren dünnen Personaldecke, welche sich nicht nur bei der uniformierten Schutzpolizei, sondern auch in den Kommissariaten der Brandenburger Kriminalpolizei dramatisch niederschlägt. Es braucht schlicht und ergreifend mehr Schutz- und Kriminalpolizisten im Land. Und zwar viel mehr, als am Ende der Reform von rot-rot vorgesehen.
Ebenfalls bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit von Polizei- und Staatsanwaltschaft in gemeinsamen Ermittlungsgruppen, um die Arbeit zu intensivieren. Dies würde zum gezielten Einsatz unserer Ressourcen der Brandenburger Strafverfolgungsbehörden und zur Vermeidung überflüssiger Arbeitsabläufe führen.“