Zukunftspreis Polizeiarbeit verliehen

25. Februar 2015 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Im Rahmen des 18. Europäischen Polizeikongresses, der am 24. und 25. Februar 2015 im Berlin Congress Center (bcc) stattfindet, wurde zum dritten Mal auch der Zukunftspreis Polizeiarbeit verliehen. In diesem Jahr wurden dabei vier herausragende Abschlussarbeiten von Absolventen der deutschen Polizei-Fachhochschulen prämiert. Die eingereichten Arbeiten wurden von einer hochkarätig besetzten Jury begutachtet und ausgiebig diskutiert. Mitglieder des Entscheidungsgremiums waren unter anderem der bayerische Landespolizeipräsident, Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer und der Inspekteur der nordrhein-westfälischen Polizei Dieter Wehe. Zudem agierten auch die Bundesvorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP), André Schulz, Rainer Wendt und Oliver Malchow als Juroren. Des Weiteren konnten Staatssekretär a.D. Hans Jürgen Hohnen und der Herausgeber und Chefredakteur des Behörden Spiegel, R. Uwe Proll, für die Begutachtung der wissenschaftlichen Abschlussarbeiten gewonnen werden.

Die Entscheidung über die Preisträger fiel der Jury keineswegs leicht. Nach eingehender Diskussion, Abwägung zahlreicher Argumente und Anhörung der Kandidaten einigten sich die Experten jedoch auf insgesamt vier Preisträger. Den ersten Platz im Bereich der Bachelorarbeiten belegte Marcus Lorber von der Hochschule der Sächsischen Polizei mit seiner Arbeit zum Thema „Google Glas – Potenzial und Herausforderung für die Polizei“. Hier begründete die Jury ihre Entscheidung unter anderem mit der Tatsache, dass „Google Glass“ sowohl das Verhältnis zwischen Bürgern und Polizei als auch die Beziehung der Menschen untereinander erheblich verändern wird und die Arbeit zudem wichtige juristische Fragen aufwirft. Auf Platz zwei der belobigten Bachelorarbeiten kam Thomas Lammert von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalens mit seiner Abhandlung zu „Predictive Policing“ und einem eventuellen Mehrwert für die Düsseldorfer Polizei durch diese Technik. Beide Preisträger erhielten jeweils 1.500 Euro in bar.

Bei den Masterarbeiten verlieh die Jury einen ordentlichen Preis, der ebenfalls mit 1.500 Euro dotiert war, und einen mit einem Preisgeld von 500 Euro verbundenen Sonderpreis. Diesen erhielt Martin Rojak von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen für seine Masterarbeit zur Entwicklung eines frei verfügbaren Computerprogrammes zur Erkennung manipulierter Bilddateien durch die Sicherheitsbehörden. Der Hauptpreis im Bereich der Masterarbeiten ging an Christian Hamm für dessen an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) verfasste Arbeit mit dem Titel „Bürgerbeteiligung und Polizei. Chancen, Risiken und Grenzen einer lokalen Beteiligung“.