Zahl der Verkehrstoten bleibt auf Tiefstand

22. Februar 2015 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Rheinland-Pfalz ist 2014 leicht zurückgegangen, die Zahl der Todesopfer verharrt nahezu auf dem historischen Tiefstand des vergangenen Jahres: Zu diesem grundsätzlichen Ergebnis kommt die Verkehrsunfallbilanz 2014. „Nachdem die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2013 deutlich auf einen historischen Tiefstand von 174 zurückgegangen war, sind 2014 175 Menschen Opfer des Straßenverkehrs geworden“, erläuterte Innenminister Roger Lewentz bei der Vorstellung der rheinland-pfälzischen Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2014. „Jedes Todesopfer ist eines zuviel“, so der Minister. Daher sei und bleibe die stetige Erhöhung der Verkehrssicherheit ein wichtiges Ziel der Landesregierung.

In Rheinland-Pfalz registrierte die Polizei 2014 täglich im Durchschnitt 363 Verkehrsunfälle. Statistisch gesehen ereignete sich damit alle vier Minuten ein Unfall. Über das Jahr gesehen, sank die Zahl der Unfälle um 752 auf 132.417. Auch wenn es in 90 Prozent der Fälle bei Sachschäden bleibt, werden Tag für Tag zehn Menschen schwer verletzt. Die Zahl der im Straßenverkehr Verunglückten (Summe der Getöteten, Schwer- und Leichtverletzten) ist im Jahresvergleich um 659 auf 19.660 angestiegen, liegt jedoch weiterhin unter dem Vergleichswert des 5-Jahresniveaus (19.800)

„Erheblich angestiegen ist im vergangenen Jahr die Zahl der tödlichen Motorradunfälle. Die Zahl der Opfer stieg von 28 auf 44“, stellte Minister Lewentz fest. Insgesamt verunglückten mit 1965 Motorradfahrern 139 mehr als im Vorjahr. Motorradunfälle seien in besonderem Maße witterungsabhängig, so der Minister. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, habe das Ministerium gleichwohl spezielle Programme initiiert, damit die Verkehrssicherheit für Motorradfahrer erhöht werde. Hierzu gehören beispielsweise ein spezieller Unterfahrschutz für Leitplanken, Unfallstellenrundfahrten oder Schulungen der Streckenwarte der Straßenmeistereien, die damit noch besser gerade die Stellen identifizieren können, die für Motorradfahrer besonders gefährlich sind. „Wir werden weiterhin das nachhaltige Engagement aller Verkehrssicherheitsträger mit dem Ziel fördern, die Sicherheit auf den rheinland-pfälzischen Straßen langfristig weiter zu erhöhen“, betonte Lewentz.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung ist nach Rückgängen in den Jahren 2012 und 2013 im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Sieben Kinder starben bei Verkehrsunfällen. Minister Lewentz wies darauf hin, dass jedoch die Unfälle auf Schulwegen weiterhin rückläufig entwickelten. „gerade im Bereich der schwächsten Verkehrsteilnehmer unternehmen wir alle Anstrengungen, um die Verkehrssicherheitslage zu verbessern“, unterstrich der Minister. Dazu gehörten beispielsweise das landesweite Angebot der Polizeipuppenbühnen, die Radverkehrsausbildung, die Präventionsarbeit der Verkehrssicherheitsberater oder die gezielte Verkehrsüberwachung mit Blick auf die Sicherheit der Kinder im Auto.

Gestiegen ist im vergangenen Jahr die Zahl der Verkehrsunfälle mit Seniorenbeteiligung. Die Unfälle nahmen um mehr als sechs Prozent auf zu, die Zahl der verunglückten Senioren um fast acht Prozent auf 2144. Die Zahl der getöteten Senioren verringerte sich hingegen von 56 auf 51. Bei Unfällen mit Personenschaden unter Seniorenbeteiligung waren die Senioren auch in zwei Drittel der Fälle Hauptverursacher. „Bei der Verkehrssicherheitsarbeit werden in diesem Jahr neben den Motorradfahrern auch die Senioren ein Schwerpunkte sein“, kündigte Lewentz an. Ziel der Präventionsarbeit sei, dass die Senioren fit blieben für den Straßenverkehr, so der Minister. Mobilität sei in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz auch für ältere Menschen wichtig für die Lebensqualität.

„Das hohe Verkehrssicherheitsniveau hat sich im Jahr 2013 weiter verbessert. Auch in der langfristigen Betrachtung zeigt sich, dass Rheinland-Pfalz mit seiner Verkehrssicherheitsstrategie zielgerichteter Verkehrsüberwachung, zielgruppen-orientierter Prävention und verkehrssicherer Straßengestaltung die richtigen Schwerpunkte setzt“, unterstrich Lewentz. Das enge Zusammenwirken aller Akteure der Verkehrssicherheitsarbeit, wie es beispielhaft im Forum Verkehrssicherheit praktiziert werde, stelle einen elementaren Beitrag für diese positive Entwicklung dar.

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