Tarifabschluss in Hamburg – Lohnerhöhungen bis zu 12,17 Prozent für die SicherheitsmitarbeiterInnen

18. Februar 2015 | Themenbereich: Security | Drucken

Nach monatelangen und schwierigen Tarifverhandlungen einigten sich heute die Tarifkommissionen der Gewerkschaft ver.di und der Arbeitgebervertreter des BDSW auf einen neuen Lohntarifvertrag für die rund 7.000 Beschäftigten der Hamburger Sicherheitsbranche. Er sieht Lohnerhöhungen von bis zu knapp 12 Prozent innerhalb eines Jahres vor. „Wir sind froh, nach harten Verhandlungen und dem chaotischen Streik auf dem Hamburger Flughafen am Montag, heute doch zu einem Ergebnis gekommen zu sein“, so der Hauptgeschäftsführer, Dr. Harald Olschok, nach der Einigung. „Wir sind bis an die Grenze dessen gegangen, was wir unseren Mitgliedern und vor allem deren Kunden glauben zumuten zu können“, so Dr. Olschok.

Die Tarifparteien einigten sich auf einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2016, mit zwei Erhöhungsstufen. Die Beschäftigten in der untersten Lohngruppe erhalten innerhalb von zwölf Monaten Lohnerhöhungen von 11,8 Prozent – von 8,05 Euro auf 9,00 Euro am 1. Januar 2016.

Mit den Erhöhungen zum 01.04.2015 und 01.01.2016 steigen auch die Stundenlöhne der Beschäftigten am Flughafen nochmals an. Die Fluggastkontrolleure erhalten knapp 10,71 Prozent Gehaltssteigerungen, vom derzeitigen Stundengrundlohn von 14.00 Euro, auf zunächst 15,00 Euro und zum 01.01.2016 dann auf 15,50 Euro pro Stunde. Die Personen- und Warenkontrolleure erhalten mit 12,17 Prozent die höchste Lohnsteigerung. Hier werden derzeit 10,93 Euro pro Stunde gezahlt. Zum 01.04.2015 steigen die Stundengrundlöhne zunächst auf 11,31 Euro und zum 01.01.2016 auf 12,26 Euro.

Die Gewerkschaft ver.di hat Erklärungsfrist bis zum 19.02.2015 beantragt.

„Dieser Abschluss bedeutet für die Arbeitgeber und vor allem auch deren Kunden eine deutliche wirtschaftliche Herausforderung. Nichts destotrotz sind wir froh nun einen Abschluss erreicht zu haben und keine weiteren Ausständen am Flughafen mehr befürchten zu müssen:“ so Dr. Olschok abschließend.

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