Politik muss jede Chance nutzen, um verletzte Polizisten zu verhindern!

16. Februar 2015 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Diskussion um die Ausstattung der Polizei mit Bodycams läuft auf vollen Touren. Der Landesvorsitzende der DPolG Berlin, Bodo Pfalzgraf, hat heute deshalb noch einmal deutlich gemacht, wo die Politik in der Pflicht ist: „Die Politik muss parteiübergreifend jede Chance nutzen, um Verletzungen und Widerstände bei Polizisten zu verhindern! Ein Baustein dazu ist die gezielte Erprobung von Bodycams in den Bereichen der Stadt, in denen nach den Lagebildern nachweislich am häufigstenPolizisten im täglichen Dienst angegriffen werden!“
Die Kameras sollten möglichst klein und leicht sein, sowie in Stresssituationen einfach bedient werden können. Tonaufnahmen gehören für die DPolG Berlin selbstverständlich dazu. Denn nur so kann sich der Richter anschließend ein echtes Bild von der Einsatzsituation machen. Komplizierte Westen mit extra Aufschrift hält der Landesvorsitzende weder für sinnvoll noch für nötig. Pfalzgraf: „Wir müssen weder rechtlich noch einsatztaktisch das Rad neu erfinden. Bodycams laufen weltweit mit großem Erfolg, sie sorgen für sinkende Verletzten- und Beschwerdezahlen.“
Für die DPolG sind einige Eckpunkte wichtig:

-Begleitung des Pilotprojektes durch die HWR Berlin und einem Gremium, dem auch
die Gewerkschaften angehören
– Entscheidungskompetenz zum Einschalten muss beim eingesetzten Beamten liegen
– Einfache Bedienbarkeit bei Auslösung und Beweissicherung
– Klare Regelungen für die Datenlöschung
„Natürlich werden wir nicht jede Impulshandlung damit ausschließen können, aber jedes Prozent sinkende Verletztenrate zählt!“ so Pfalzgraf weiter, „Wir wollen nicht erst auf den nächsten Wahlkampf warten, damit uns alle Parteien wieder alles versprechen – gehandelt werden muss jetzt.“