Verkehrssicherheitsarbeit erfordert Nachhaltigkeit

10. Februar 2015 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Verkehr | Drucken

Am 9. Februar 2015 musste Innenminister Ralf Jäger im Rahmen der Landespressekonferenz zur Verkehrsunfallentwicklung des Jahres 2014 in Düsseldorf feststellen, dass sich die Zahl der Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen im Verhältnis zum Vorjahr um mehr als 8 % auf 520 erhöht hat. Insgesamt verunglückten im letzten Jahr über 77.000 Menschen auf nordrhein-westfälischen Straßen, sieben Prozent mehr als 2013.

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Erich Rettinghaus dazu: „Trotz der aktuellen Herausforderungen „Internationaler Terrorismus“ und „Kriminalitätsaufkommen“ gebieten diese Zahlen, der Verkehrssicherheit auch weiterhin hohe Aufmerksamkeit zu widmen. Denn der Polizei geht es bei ihren Aktivitäten auf den Feldern Verkehrsprävention, Verstoßrepression und Öffentlichkeitsarbeit auch hier darum, Menschenleben zu retten und Verletzte zu vermeiden.
Zu den Hauptunfallursachen gehört nach wie vor die nicht angemessene Geschwindigkeit, der insgesamt 170 Menschen zum Opfer fielen, das bedeutet 13 % mehr als im Jahr 2013. Immer noch stirbt also fast jeder Dritte, weil zu schnell gefahren wird. Daher soll auch der „24-Stunden-Blitzmarathon“ fortgesetzt werden. Dabei setzt die Polizei Radar- und eine Vielzahl von Lasergeräten ein. Jede Messung mit einem Lasergeräte führt zum Anhalten, wenn denn zu schnell gefahren worden ist. Das Anhalten ermöglicht sodann das verkehrspädagogische Gespräch mit dem Fahrzeugführer (Prävention) und die Überprüfung, ob er ggf. alkoholisiert bzw. drogenbeeinflusst ist; darüber hinaus können gelegentlich dieser Kontrollart auch nicht angegurtete Fahrzeuginsassen festgestellt werden (Repression).

Erich Rettinghaus dazu: „Da im Verkehrsbereich mehr als 90 % der Verkehrsunfälle durch menschliches Fehlverhalten verursacht werden, sind sie auch grundsätzlich vermeidbar. Es muss also gelingen, den Menschen diesen Zusammenhang klar zu machen, um eine Verhaltensänderung zu bewirken. Das begründet die Notwendigkeit, auch zukünftig qualitativ hochwertige polizeiliche Kontrollen durchzuführen!“

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