Schau kann sinnvoller Ausbildungspunkt für junge Polizisten sein

10. Februar 2015 | Themenbereich: Berlin, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Seit Monaten streiten sich der Bezirk Mitte und die Veranstalter der „Körperwelten“-Ausstellungen vor Gericht. Leichenpräparator Gunther von Hagens will seine Toten am Fuße des Alexanderplatzes zeigen, Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) ist strikt dagegen. Am Mittwoch soll das Verwaltungsgericht nun in einem Eilverfahren die Entscheidung treffen, ob die Ausstellung am Alex stattfinden darf oder nicht.

„Wir als Polizeigewerkschaft befürworten die Ausstellung“, sagt Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin. „Diese Ausstellung bietet einmalige Einblicke in den menschlichen Körper, die auch der kriminalistischen Ausbildung dienen können.“

Der Landesvorsitzende: „Jeder Polizeischüler und jede Polizeischülerin sollte diese Ausstellung einmal während der Ausbildung besucht haben.“ Denn: So können die angehenden Beamten auch z.B. die genaue Organlage und die Muskeln sehen, um Verletzungsmuster besser nachvollziehen zu können. „Das ist wertvolles Wissen, dass auf jeden Fall für die spätere Dienstausübung gebraucht werden kann.“

Sollte das Verwaltungsgericht die Ausstellung von Hagens am Mittwoch befürworten, wird die Körperwelten-Ausstellung am 18. Februar eröffnet.