Neues Prostitutionsgesetz: Kondompflicht nicht kontrollierbar

9. Februar 2015 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Gegen die polizeiliche Kontrolle der geplanten Kondompflicht wehrt sich die DPolG heftig: „Wir haben genug zu tun, Rechte, Linke, Salafisten, dann mal wieder Rocker und Hooligans – das Sicherheitsbedürfnis des normalen Bürgers droht auf der Strecke zu bleiben. Und nun auch noch Lümmeltütenpolizei – das geht gar nicht!“, sagt Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin.

Die Hauptstadtpolizei pfeift schon jetzt auf dem letzten Loch und soll wohlmöglich noch Hundertschaften zur Kondomkontrolle abstellen? „Ich denke, dass sich die Herren und Damen Politiker auch über eine strafrechtlich vernünftige Beweislage keine Gedanken gemacht haben“, sagt Bodo Pfalzgraf. Sollen Beamte in Bordellen und an den Berliner Straßenstrichen abgestellt werden und kontrollieren, ob die Freier ihre Lümmeltüte auch fachgerecht überstreifen?!

Die Bekämpfung von Zwangsprostitution und der Schutz der ausgebeuteten Frauen sind wichtige Themen – aber eben nicht auf diese Art, sondern mit erfahrenen Ermittlern und sinnvollen Gesetzen.