Närrisch feiern ohne Kräutermischungen

6. Februar 2015 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz | Drucken

Gerade mit Blick auf die beginnende Fastnachtszeit warnt Innenminister Roger Lewentz eindringlich vor dem Konsum von Rausch erzeugenden Kräutermischungen. „Diese Kräutermischungen sind brandgefährlich. Vor wenigen Tagen erst ist ein 13-Jähriger aus dem Raum Koblenz nach dem Konsum der berauschenden Substanzen mit lebensgefährlichen Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert worden“, sagte Lewentz am Freitag. Das Landeskriminalamt habe in den vergangenen zwei Jahren mehr als 60 Fälle in Rheinland-Pfalz registriert, in deren Folge 89 Personen medizinisch behandelt werden mussten, teilweise sogar stationär. Die Polizei beobachte das Phänomen sehr genau, ergreife Maßnahmen und informiere potenzielle Konsumenten.

„Die bunten Tütchen sind nicht harmlos. Sie enthalten neben getrockneten Kräutern meistens auch synthetische Drogen, deren Menge und Zusammensetzung völlig unbekannt ist“, warnte der Innenminister. Auch wenn nicht alle auch fälschlicherweise als „Legal Highs“ bezeichneten Stoffe gesetzlich verboten seien, gebe es fast immer erhebliche Gefahren für die Gesundheit. „Zittern, Herzrasen, Kreislaufzusammenbrüche bis hin zum Herzstillstand können die körperlichen Reaktionen nach dem Konsum von Kräutermischungen sein.

Experten aus dem Landeskriminalamt analysieren pro Jahr etwa 2.000 bis 3.000 Mischungspäckchen. Auch die Fachleute unterstreichen, dass die Wirkungen unkalkulierbar seien und die meist im Internet vertriebenen Rauschmittel ungeprüfte psychotrope Substanzen enthielten, deren Konsum extrem gefährlich sein könne. Wer ausgelassen närrisch feiern möchte, sollte und muss nicht zu solchen Mittel greifen“, betonte Lewentz.