Rockern darf Waffenschein entzogen werden

29. Januar 2015 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Das jüngste Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, dass Mitgliedern krimineller Rockerbanden grundsätzlich die Waffenerlaubnis wegen Unzuverlässigkeit entzogen werden darf, wird von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Die Begründung deckt sich mit den Erfahrungen der Polizei. Allein aufgrund der Struktur der Rockerkreise besteht die erhöhte Gefahr, dass potentiell jedes Mitglied in gewalttätige Auseinandersetzungen mit anderen Gruppen hineingezogen werden kann. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass Waffen zum Einsatz kommen oder in falsche Hände geraten. Das jetzt gefällte Urteil erleichtert nicht zuletzt der Polizei die Arbeit, da auch sie sich bei der Bekämpfung von Rockerkriminalität desöfteren in gefahrvolle Einsätze begibt. “

Die DPolG fordert, die Regelung auf extremistisch agierende Gruppierungen auszudehnen. Wendt: „Wer in einer fundamentalistisch, religiös motivierten Gruppe mitwirkt oder in einer politisch extremistischen Vereinigung, auch der sollte vom Zugang zu Waffen ausgeschlossen werden. Denn auch hier beobachten die Sicherheitsbehörden den gefährlichen Hang zum schnellen und missbräuchlichen Waffeneinsatz.“