Digitale Sicherheitsarchitektur Schwerpunkt auf dem 18. Europäischen Polizeikongress

29. Januar 2015 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Das Lagebild der Cyber-Kriminalität hat sich verschärft. Nicht nur weitgestreute Attacken, sondern immer mehr gezielte Angriffe, „Advanced Persistant Threats“ (APT), gefährden Bevölkerung, Wirtschaft und Staat. Die Aufgabe der Sicherheitsbehörden, in einer komplexen Bedrohungslage wirksame Gegenstrategien zu entwickeln und umzusetzen, wächst. Die Sabotage eines deutschen Stahlwerks, der Sony-Hack, und auch die DDoS-Attacke auf die Webseite des Deutschen Bundestages sowie der Bundeskanzlerin sind nur einige prominente Beispiele für Angriffe aus verschiedenen Motiven und Tathergängen, die nicht nur Fragen der IT-Sicherheit aufwerfen, sondern auch Antworten von Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden im Umgang mit der grenzüberschreitenden Kriminalität erfordern. Denn nur durch eine verstärkte Zusammenarbeit der europäischen Polizeien – insbesondere unter Zuhilfenahme digitaler Infrastrukturen und abgestimmter Prozesse – kann die Verbreitung von über und mit dem Internet verübter Straftaten begegnet werden.

Der 18. Europäische Polizeikongress, der am 24. und 25. Februar 2015 unter dem Titel „Schnittstellen der Sicherheitsarchitektur. National, europäisch, global“ im Berliner Congress Center (bcc) stattfindet, widmet sich unter anderem den Strategien gegen Cyber-Kriminalität. Dazu wird auch Stefan Paris, Leiter Cybersicherheit im Bereich der Polizeien und des Verfassungsschutzes beim Bundesministerium des Inneren (BMI) im Gespräch mit hochrangigen Panelteilnehmern sein. Zudem finden auf der Tagung Fachforen zu Wirtschaftsspionage (Dienstag, 24. Februar, 11:20 Uhr), Internet-Polizeiwachen (Mittwoch, 25. Februar, 12 Uhr) oder Predictive Policing (Mittwoch, 25. Februar, 12 Uhr) statt.

Der Europäische Polizeikongress

Die Kongressreihe „Europäischer Polizeikongress“ ist eine international ausgerichtete Fachkonferenz, die sich als Informationsplattform für Polizeien, Sicherheits- und zivile Behörden versteht. Sie ist die größte internationale Fachkonferenz für Innere Sicherheit in der Europäischen Union. Jedes Jahr ist die Konferenz über zwei Tage ein Treffpunkt für rund 1.400 Teilnehmer aus 60 Nationen. Aus europäischen Ländern und Gaststaaten nehmen Vertreter der Kriminal- und Schutzpolizeien, der Grenzpolizeien, der Sicherheits- und Nachrichtendienste sowie der Regierungen und der Parlamente teil. Der Europäische Polizeikongress wird durch die Zeitung Behörden Spiegel, die größte deutsche Zeitung für den Öffentlichen Dienst, mit Unterstützung von Partnerorganisationen realisiert.