70 Jahre nach Auschwitz: Fremdenhass entschlossen bekämpfen

26. Januar 2015 | Themenbereich: Die Grünen, Parteien | Drucken

Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz erklären Simone Peter und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Am 27. Januar vor 70 Jahren befreiten sowjetische Soldaten rund 7.000 Überlebende aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Sie fanden einen Ort unvorstellbaren Grauens: Mehr als eine Million Menschen wurden hier ermordet – vor allem Jüdinnen und Juden, aber auch Roma und Sinti, Homosexuelle, Behinderte und RegimegegnerInnen. Wir gedenken heute der ungezählten Menschen, die in Auschwitz ermordet wurden.

Es ist unsere gemeinsame Verantwortung als Gesellschaft, an die Nazi-Verbrechen zu erinnern. Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig. Noch gibt es Überlebende aus Auschwitz und den anderen KZs – ihnen sollten wir zuhören und ihre entsetzlichen Erlebnisse weitertragen, damit diese niemals vergessen werden.

Wenn heute Jüdinnen und Juden in Europa Angst haben, weil Angriffe gegen jüdische Menschen und Einrichtungen zunehmen und auf Demonstrationen antisemitische Hassparolen skandiert werden, dann muss uns das alle beschämen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Minderheiten in unserem Land zu Sündenböcken für diffuse Ängste und Frustration gemacht werden. Neu aufkommende rassistische Ressentiments und Antisemitismus müssen wir entschlossen bekämpfen. Wir Grüne kämpfen an der Seite vieler zivilgesellschaftlicher Initiativen für eine Welt, in der Menschen jeden Glaubens und jeder Herkunft frei und ohne Angst leben können.“