Digitaler Einsatzfunk in immer mehr Regionen verfügbar

23. Januar 2015 | Themenbereich: Ausrüstung, Bayern, Polizei | Drucken

Der Aufbau des Digitalfunks schreitet voran. In immer mehr Städten und Regionen können die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz den neuen BOS-Funk nutzen. Die Netzabdeckung erreicht mittlerweile 94 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland. In Bayern werden knapp 900 Basisstationen und damit ein Fünftel der bundesweit geplanten Standorte benötigt. Davon sind aktuell 90 Prozent baulich fertiggestellt.
Einsatzkräfte mit Digitalfunkgeräten © Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

In München, Mittelfranken, Oberbayern-Nord, Unterfranken und Schwaben Nord steht der digitale Einsatzfunk allen Blaulichtorganisationen zur Verfügung und wird von den Polizeipräsidien im Einsatzalltag genutzt. Auch bei den nichtpolizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben von Feuerwehr und Rettungsdienst gewinnt der Einsatz digitaler Endgeräte mehr und mehr an Bedeutung. Der Netzabschnitt Oberpfalz sowie das Funknetz im Oberland (G7-Gebiet) befinden sich im erweiterten Probebetrieb; in Oberfranken, Niederbayern, Oberbayern-Süd und Schwaben-Süd laufen in regionalen Projektgruppen auf Ebene der Polizeipräsidien beziehungsweise der ILS-Bereiche die Vorbereitungen zur Umstellung auf den Digitalfunk.
Optimale Einsatzbedingungen im Oberland

Anlässlich des G7-Gipfels im Juni 2015 mit mehreren tausend Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten wurde das Funknetz im Oberland vorrangig aufgebaut, um optimale Einsatzbedingungen für die Einsatzkräfte zu gewährleisten. Der Beginn des erweiterten Probebetriebs in Oberfranken ist für Juni 2015, in Niederbayern für August 2015, in den verbleibenden Rettungsdienstbereichen des Netzabschnitts Oberbayern Süd für Oktober 2015 und im südlichen Schwaben für Dezember 2015 vorgesehen. Es wird damit gerechnet, dass ab dem Jahr 2016 der Digitalfunk allen BOS in Bayern zur Verfügung steht.