Bedrohungslage offenbart Schutzwestenproblem

23. Januar 2015 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Durch die aktuelle Gefährdungseinschätzung nach den Anschlägen von Paris mussten auch in Berlin die Objektschutzmaßnahmen deutlich erhöht werden. Für solche Gefahrenlagen werden dann selbstverständlich auch Polizeikräfte eingesetzt, die aus allen Bereichen der Berliner Polizei kommen. Doch durch eine neue Zuordnung von Schutzwesten im letzten Jahr verfügen diese Kollegen nicht mehr über eigene Westen.
Dies führt oft dazu, dass die Mitarbeiter mit häufig nicht passenden Westen in unhygienischen Zuständen aus einem „Westenpool“ der Dienststellen ausgestattet werden.
Bodo Pfalzgraf, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin: „Zu jeder Dienstkraft, die mit einer Dienstwaffe ausgerüstet ist, gehört auch eine passende persönliche Schutzweste! Die Nummer Meier tauscht mit Schulze entstammt dem letzten Jahrhundert. Wer an der persönlichen Schutzausstattung spart, kann nicht erwarten, dass Polizisten sicher ihren gefährlichen Job machen.“
Außerdem entsteht für die eingesetzten Kräfte bei vielen Objekten der Eindruck, dass die Schutzmaßnahmen, die oft ohne geordnete optische Zugangskontrolle mit Absperrgittern erfolgen, eher als politische Alibifunktion erfolgen.
Pfalzgraf: „Wer Sicherheit will, kann Polizisten nicht in ungeordnete Publikumsströme stellen und hoffen, dass kein Terrorist dabei ist!“

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