Endlich werden mehr Polizisten eingestellt

22. Januar 2015 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Nordrhein-Westfalen will mehr Personal bei Polizei und Verfassungsschutz einstellen in den kommenden Jahren. Innenminister Ralf Jäger kündigte an, dass bei der Polizei bis 2017 zusätzlich 350 Stellen geschaffen werden, beim Verfassungsschutz 25.

Der stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Nordrhein-Westfalen Klaus Grützemann lobt die Entscheidung der Landesregierung: „Das ist endlich das richtige Signal in einer Zeit, in der die Sicherheitsbehörden aufgrund von Terrorgefahr, einer steigenden Zahl von Demonstrationen, der permanenten Sicherung von Fußballspielen und der alltäglichen Kriminalitätsbekämpfung personell am Limit agieren. Damit wird Nordrhein-Westfalen seiner Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern gerecht.“

Die DPolG fordert, dass sehr schnell auch andere Bundesländer dem Beispiel des bevölkerungsreichsten Bundeslandes folgen. DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Die Zeit ist überreif, dass der Personalabbau bei der Polizei gestoppt und eine Trendwende eingeleitet wird. Gerade die neuen Bundesländer sind jetzt gefordert, ihren Kahlschlag bei der Polizei zu beenden, der massiv dazu beigetragen hat, dass in den letzten zehn Jahren über 10.000 Stellen weggefallen sind. Die letzten Wochen haben verdeutlicht, dass Demonstrationen mit mehreren tausend Teilnehmern wie in Sachsen nur mit Hilfe von Polizisten aus anderen Bundesländern geschützt werden können. Das darf so nicht weitergehen. Die verantwortlichen Politiker müssen jetzt klug und entschlossen handeln. Personalaufwuchs lautet die Parole der Stunde, denn Deutschland hat kein Organisationsproblem, sondern ein Kapazitätsproblem.“