18. Europäischer Polizeikongress tagt in Berlin

22. Januar 2015 | Themenbereich: Aktuelle Veranstaltungen | Drucken

Der 18. Europäische Polizeikongress, der am 24. und 25. Februar 2015 unter dem Titel „Schnittstellen der Sicherheitsarchitektur. National, europäisch, global“ im Berliner Congress Center (bcc) tagt, widmet sich den Grenzen der Sicherheit in Freiheit. Wesentliche Bestandteile des Programms sind die Bedeutung des Schengen-Raumes für Freiheit und Kriminalität, die Rolle eines zusammenwachsenden Europas für das Organisierte Verbrechen und den Terrorismus sowie die Kooperation von Zoll und Polizei. Wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sicherheitsbehörden ist, hat nicht zuletzt der Terroranschlag von Paris erneut deutlich werden lassen. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière betonte anlässlich des kürzlich vom Kabinett auf den Weg gebrachten deutsch-polnischen Polizeiabkommens: „Kriminalität macht an nationalen Grenzen keinen Halt. Durch eine enge Kooperation mit unseren Nachbarn erreichen wir eine wirksame Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität.“ Gleichzeitig konstatierte das Bundesverfassungsgericht aber schon 2006: “Die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit darf vom Gesetzgeber neu justiert, die Gewichte dürfen allerdings von ihm nicht grundlegend verschoben werden.“

Im Rahmen des 18. Europäischen Polizeikongresses wird u.a. die österreichische Innenministerin, Johanna Mikl-Leitner, zu den Teilnehmern aus aller Welt sprechen. Zudem finden Fachforen zu Themen wie Cyber-Kriminalität, Wirtschaftsspionage oder “Predictive Policing“ statt.

Der Europäische Polizeikongress

Die Kongressreihe „Europäischer Polizeikongress“ ist eine international ausgerichtete Fachkonferenz, die sich als Informationsplattform für Polizeien, Sicherheits- und zivile Behörden versteht. Sie ist die größte internationale Fachkonferenz für Innere Sicherheit in der Europäischen Union. Jedes Jahr ist die Konferenz über zwei Tage ein Treffpunkt für rund 1.400 Teilnehmer aus 60 Nationen. Aus europäischen Ländern und Gaststaaten nehmen Vertreter der Kriminal- und Schutzpolizeien, der Grenzpolizeien, der Sicherheits- und Nachrichtendienste sowie der Regierungen und der Parlamente teil. Der Europäische Polizeikongress wird durch die Zeitung Behörden Spiegel, die größte deutsche Zeitung für den Öffentlichen Dienst, mit Unterstützung von Partnerorganisationen realisiert.