Im Jahr 2014 mehr als 9.300 Selbstanzeigen von Steuersündern im Südwesten

19. Januar 2015 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Justiz | Drucken

So viele Selbstanzeigen wie in keinem anderen Jahr sind 2014 in Baden-Württemberg eingereicht worden. Insgesamt 9.342 Selbstanzeigen wurden im vergangenen Jahr gezählt. 2013 waren es rund 6.600 Selbstanzeigen, 2012 etwa 2.400.

„Mit der Verschärfung der Selbstanzeige, wie sie seit Anfang 2015 gilt, haben wir den Druck auf Steuersünder erfolgreich erhöht“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. „Viele von ihnen haben die letzten Tage des vorigen Jahres genutzt, alles offen zu legen und reinen Tisch zu machen.“ Innerhalb weniger Tage seien landesweit 300 Selbstanzeigen eingegangen.

Die im Jahr 2014 eingereichten Selbstanzeigen führen zu geschätzten Mehrsteuern von mehr als 170 Millionen Euro. Im gesamten Zeitraum von Februar 2010 bis Ende 2014 zählte die Finanzverwaltung 26.387 Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen in der Schweiz und in Liechtenstein. Sie führten zu nacherklärten Erträgen im Wert von 2,14 Milliarden Euro. Die daraus resultierenden Mehrsteuern belaufen sich auf geschätzte 601 Millionen Euro. „Das ist eine gute Botschaft an alle ehrlichen Steuerzahler“, stellte Schmid fest, der sich intensiv für die Verschärfung der Selbstanzeige eingesetzt hatte.