„Polizei braucht alle Mittel, um Terrorzellen auf die Spur zu kommen“

7. Januar 2015 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Bestürzt äußerte sich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf eine Zeitschriften-Redaktion in der französischen Hauptstadt Paris, bei dem mindestens zwölf Menschen getötet wurden. „Unser Mitgefühl gilt in dieser Stunde den Hinterbliebenen der Opfer dieser erschütternden Tat. Den Verletzten wünsche ich im Namen meiner Organisation eine baldige und vollständige Genesung.“
Ein geplanter Terroranschlag dieser Größenordnung und Brutalität sei mit einem normalen Polizeischutz nicht zu verhindern. Die einzige Chance, ein solches Attentat zu verhindern, sei den Tätern bereits bei der Planung auf die Spur zu kommen. Das bedeute eine intensive nachrichtendienstliche und polizeiliche Überwachung potenzieller Gefährder. Der GdP-Chef bekräftigte seinen dringenden Appell an die Politik, der Polizei alle Mittel an die Hand zu geben, die sie braucht, um Terrorzellen aufzuspüren.

Malchow: „In Deutschland ist es unseren Sicherheitsbehörden in der Vergangenheit gelungen, neun Anschläge zu verhindern, zweimal haben wir Glück gehabt und ein Anschlag forderte den Tod zweier Menschen.“

Derzeit werden nach Angaben der GdP von den deutschen Sicherheitsbehörden etwa 230 Personen als hoch gefährlich eingestuft und beobachtet. Weitere rund 300 Personen werden als relevant eingeschätzt. Rund 1.000 Personen umfasst in Deutschland das gesamte islamistisch-terroristische Personenpotenzial. „Dazu ist ein enormer personeller Aufwand für die Polizei nötig und wir beten jeden Tag, dass uns keiner durch die Lappen geht“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende am Mittwoch in Berlin.

1 Kommentar
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  1. Zweimal haben wir Glück gehabt? Wirklich?

    1. Kofferbomber von Köln, hui, die hatten wohl die falschen Pläne gehabt, welcher Idiot nimmt schon empfindliche Wolframfäden? Geeenau, einer der … den Rest erspare ich mir!
    Als Jugendliche haben wir Dinger gebaut, die mit 8 Bar Druck, etwas verheerender waren und auf Knopfdruck Funktionierten!
    2. Sauerlandbomber, wollten eine Substanz zusammenmischen, die 10X (!!einself!) empfindlicher wäre, als Nitroglyzerin!
    Also, der Transport zum Zielort wäre nur im Feuchten Zustand geglückt!
    Beim trocknen vor Ort (US-Kaserne) hätten sich die Amis bestimmt gewundert, warum da einer in einer Schüssel rührt oder sich mit einem lauten Knall in seine Bestandteile auflöst!
    Oder die Beamten, deren Anwesenheit (verdächtiges Herumlungern) der örtlichen Polizei gemeldet wurde, wären mit den Attentätern verdampft, hätten sie es geschafft das Zeug im Haus zu trocknen … wann?
    Beim nächsten Schlagloch, natürlich!

    3. Direkter Angriff auf US-Amerikaner! Tja, 2 Tote, bedauerlich!
    Zu verhindern? Wohl kaum … da hat sich zu viel Hass gegenüber den US-Streitkräften angesammelt!

    Bei der Planung auf die Spur kommen?
    Wie denn?
    Ich kann da nur von mir ausgehen, ich gehe in einen Baumarkt, kaufe die Komponenten und los geht’s!
    Wird bei den echten Terroristen nicht viel anders sein!
    Die Entscheidung wird von jetzt auf gleich gefällt, nicht auf Monate geplant!
    Je enger die Planung, desto mehr kann schief gehen!
    Quick and dirty, so geht Terrorismus!
    Was man machen kann?
    Dem Terrorismus die Grundlage entziehen, Kriege beenden, Entwicklungshilfe ohne Gegenleistung Leisten!
    Afghanistan: mehr als 50 Milliarden US$ an Waffen/Ausrüstung „verbraucht“, 2 Milliarden als Entwicklungshilfe!
    Klar, das diese Leute wieder Schlafmohn anbauen!

    Warum ich keine Anschläge verübe?
    Haja, ich bin mir (aufgrund meiner Bildung) über die Konsequenzen, die daraus resultieren, Bewußt!
    Die Menschen, die Anschläge planen, sind sich wohl weniger den Konsequenzen Bewußt oder sehr wohl Bewußt!
    Welche Konsequenzen?
    Nun, z.B. das in der Folge von Anschlägen, Gesetze verschärft und sogar Grundrechte eingeschränkt werden bzw. werden sollen!
    Es ist, aus meiner Sicht, ein Ziel von gewissen Organisationen, „den Terror“ als Instrument zu benutzen, um uns unsere Freiheit, auf gesetzlichem Wege, zu entziehen!

    Dazu gehören auch die private nicht überwachte Kommunikation, die Pressefreiheit, Reisefreiheit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit bzw. der Freiheit keiner Religion angehören zu müssen!

    War es während des „Eisernen Vorhangs“ genau so schlimm, wie Heute?
    Nein, eher nicht!
    Hatten die Menschen weniger Angst vorm Sterben?
    Wohl kaum!

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