Pegida-Demonstranten sprechen nur im eigenen Namen

6. Januar 2015 | Themenbereich: Die Linkspartei, Parteien | Drucken

„Außerhalb Dresdens erweist sich die rassistische Pegida-Bewegung als Flopp, und auch in Dresden scheint sie langsam an ihre Grenzen zu stoßen“, erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, zu den gestrigen Pegida-Aufmärschen und Gegenprotesten. Die Abgeordnete weiter:
„Insbesondere in Städten, in denen Menschen unterschiedlichster Herkunft und unterschiedlichster Glaubensgemeinschaften seit Jahrzehnten friedlich zusammenleben, gingen Tausende für eine weltoffene Gesellschaft auf die Straße. Dort lockte die Mär von der angeblichen Islamisierung gerade einmal einige Dutzend bis einige Hundert stadtbekannte Rechtsextremisten hinter dem Ofen hervor. Damit ist klar: Die Dresdner Pegida-Anhänger sprechen nicht im Namen einer schweigenden Mehrheit – sie sprechen nur in ihrem eigenen Namen. Es wäre ihnen zu wünschen, dass sie in Worte zu fassen lernen, wo ihnen tatsächlich der Schuh drückt, anstatt sich weiter hinter moslemfeindlichen und rassistischen Ressentiments zu verschanzen.“