Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe

23. Dezember 2014 | Themenbereich: Parteien, SPD | Drucken

Kerstin Griese, Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften: Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe. Es ist unerträglich, wenn unter dem Motto des „christlichen Abendlandes“ Fremdenfeindlichkeit propagiert wird und gleichzeitig Weihnachtslieder gesungen werden. Nicht jeder Mitläufer der Pegida ist ein ausländerfeindlicher Hetzer. Trotzdem müssen sich die Demonstranten bewusst sein, dass sie gemeinsam mit Rechtsextremisten auf die Straße gehen.

„Viele der Flüchtlinge aus dem Irak und aus Syrien, die in den Nachbarländern und in Europa Zuflucht gefunden haben, sind christlichen Glaubens. Oft sprechen sie Aramäisch, die Sprache, die auch Jesus gesprochen hat. Sie müssen dieses Weihnachtsfest fern ihrer Heimat verbringen. Sie mussten unter schrecklichen Umständen vor dem Terror des IS fliehen, der sich gnadenlos gegen anders denkende Muslime, Jesiden und Christen richtet. Europa muss mehr tun, um den Fliehenden eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Unser Respekt und unsere Dankbarkeit gelten gerade an Weihnachten denjenigen Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren, die Kleidung, Spielwaren und Möbel sammeln, um den Geflohenen zu helfen, und sich mit viel Zeit um sie kümmern.

Gerade an Weihnachten sind wir stolz darauf, dass unsere Gesellschaft offen und tolerant ist und bei uns Christen, Muslime, Juden und Konfessionslose in gegenseitiger Toleranz miteinander leben. Wir erinnern uns an Weihnachten daran, wie Maria und Josef in der Fremde keine Herberge fanden und ihr Kind im Stall geboren wurde. Wir wünschen allen Menschen ein frohes Weihnachtsfest und ein friedliches neues Jahr.“

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