Werbeoffensive der Bayerischen Polizei

16. Dezember 2014 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Die Bayerische Polizei hat mittlerweile den höchsten Personalstand aller Zeiten erreicht und wird in den kommenden zehn Jahren mehr als 10.000 neue Polizistinnen und Polizisten benötigen, um die Ruhestandsabgänge in den eigenen Reihen zu ersetzen. Im Wettbewerb um die besten Köpfe plant Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine ‚Werbeoffensive 2020 für die Bayerische Polizei‘. „Wir starten heute die europaweite Ausschreibung für unsere große Werbekampagne“, gab Herrmann bekannt. „Wir wollen die Besten für die Bayerische Polizei gewinnen – zunächst die beste Werbefirma und dann die besten Kolleginnen und Kollegen.“ Mit der für die Bayerische Polizei in dieser Größenordnung einmaligen Werbekampagne erhofft sich der Innenminister einen weiteren Schub bei den Bewerberzahlen, gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung mit den zu erwartenden Rückgängen bei den Schülerzahlen.

„Wir suchen die geeignetsten Bewerberinnen und Bewerber, um die Bayerische Polizei für die herausfordernden Aufgaben der Zukunft bestmöglich aufzustellen. Damit wollen wir unseren Spitzenplatz bei der Inneren Sicherheit noch weiter ausbauen.“

Wie Herrmann erläuterte, ist die Werbeoffensive auf mindestens vier Jahre angelegt und hat ein Volumen von mehr als einer Million Euro. „Unsere Hauptzielgruppen sind Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen, aber auch Bewerberinnen und Bewerber, die sich während des Studiums oder nach Berufsabschluss neu orientieren wollen.“ Es werde eine Werbefirma gesucht, die zielgruppenorientiert die Attraktivität der Bayerischen Polizei, die Vielfalt und Dynamik der polizeilichen Tätigkeiten und die gesellschaftliche Verantwortung des Polizeiberufs darstellt. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass bei vielen jungen Leuten die große Bandbreite des Polizeiberufs nicht bekannt ist“, so Herrmann. „Das transparent zu machen und Interesse für die Polizei als Arbeitgeber zu wecken wird Hauptaufgabe unserer Werbefirma sein.“

Für Herrmann bietet die Polizei eine faszinierende Palette an fordernden Tätigkeiten wie kein anderer Beruf. „Streifenbeamter, Verkehrspolizist, Mordermittler, Zivilfahnder, Spurensicherer, Profiler, Mitglied in einem Spezialeinsatzkommando, Personenschützer, Hundeführer, Hubschrauberpilot, Cybercrime-Spezialist – die Aufzählung lässt sich fast beliebig fortsetzen“, so der Innenminister. Dabei seien der Karriereleiter bis hin zum Polizeipräsidenten keine Grenzen gesetzt. „Dazu kommt ein sicherer Arbeitsplatz.“ Bereits die Polizeiausbildung sei sehr vielfältig und umfasse unter anderem ein breites rechtliches und taktisches Einsatzwissen, kriminalpolizeiliche Ermittlungsmethoden wie Spurensicherung und Tätervernehmung sowie spezifische EDV-Schulungen. Außerdem werde das persönliche Auftreten, das Arbeiten im Team, die körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit ausgiebig trainiert.

In den letzten fünf Jahren wurden bei der Bayerischen Polizei bereits mehr als 6.500 Nachwuchsbeamtinnen und -beamte eingestellt. Für 2015 sind mehr als 1.000 Einstellungen im Polizeivollzugsdienst geplant. Auf eine Stelle kommen rund sieben Bewerber. Die anspruchsvolle Einstellungsprüfung umfasst mehrere Teile, unter anderem auch einen Sporttest sowie eine ärztliche Untersuchung, um die Leistungsfähigkeit sowie die physische und psychische Belastbarkeit der Polizeibewerberinnen und -bewerber prüfen zu können.

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