Schröter will kommunale Kriminalitätsverhütung stärken

10. Dezember 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Prävention | Drucken

Innenminister Karl-Heinz Schröter strebt bei der Bekämpfung von Eigentumsdelikten eine Stärkung der kommunalen Kriminalitätsprävention an. „Wir müssen im Kampf gegen Einbruchskriminalität durch die Verknüpfung von staatlichem, kommunalem sowie bürgerschaftlichem Handeln eine neue Qualität erreichen“, sagte Schröter bei der Fachtagung „Kommunale Kriminalitätsprävention“ am Mittwoch an der Fachhochschule der Polizei (FHPol) in Oranienburg.

Im Mittelpunkt der Fachtagung standen Strategien und Projekte der Kriminalitätsverhütung vor Ort. An der Veranstaltung nehmen rund 120 Vertreter von Kommunen und Polizei teil, darunter auch Gäste aus Polen und Mecklenburg-Vorpommern. Schröter warb für einen stärkeren Erfahrungsaustausch bei der Kriminalitätsverhütung mit den benachbarten Bundesländern und mit Polen. Dort gebe es Projekte, von denen man möglicherweise lernen könne. Unter anderem erläuterte der Kommandant der Polizei der Wojewodschaft ?od?, Dariusz Banachowicz, ein polnisches Präventionsprojekt.

Der Bürgermeister der Stadt Neuenhagen bei Berlin, Jürgen Henze, präsentierte das Projekt „Sichere Adresse Neuenhagen“, das im vergangenen Jahr mit Unterstützung des Landespräventionsrates Brandenburg ins Leben gerufen wurde. Marcus Kober vom Europäischen Zentrum für Kriminalprävention in Münster stellte in seinem Referat zum Thema „Kooperative Sicherheitspolitik in der Stadt“ grundsätzliche Überlegungen zum Zusammenwirken der verschiedenen Partner bei der Prävention von Straftaten vor. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim informierte über ein Präventionsprojekt zur Seniorensicherheit im ländlichen Raum aus Mecklenburg-Vorpommern. Schließlich wurde auch die Bedeutung von künstlicher DNA in der Präventionsarbeit erörtert.

Hintergrund:

Die kommunale Kriminalitätsverhütung (KKV) ist durch einen Erlass des Innenministeriums aus dem Jahre 1995 geregelt. In Brandenburg gibt es aktuell 73 Sicherheitspartnerschaften sowie 69 örtliche Präventionsräte.

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