GdP Niedersachsen und Bremen lehnen Rechnungen für Polizeiarbeit an DFL weiter ab

10. Dezember 2014 | Themenbereich: Bremen, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Nach Medienberichten wird Bremen voraussichtlich keine Rechnung für den bevorstehenden Polizeieinsatz beim Spiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem SV Werder und Hannover 96 an die Deutsche Fußball-Liga (DFL) schicken. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht sich in ihrer Haltung bestätigt, fordert nun vom Stadtstaat einen dauerhaften Verzicht auf derartige Abrechnungen.
„Nicht die DFL oder die Vereine verursachen Großeinsätze der Polizei, sondern Problemfans und Straftäter“, sagt der niedersächsische GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

„Rechnungen für polizeiliche Fußballeinsätze an Fußballklubs oder ihre Verbände zu schicken, ist der falsche Weg. Jetzt treten die ersten Schwierigkeiten auf, es läuft nicht mehr alles nach Plan des Bremer Innensenators“, sagt Bremens GdP-Landesvorsitzender Jochen Kopelke. Es sei eine Veränderung der Fanszenen zu beobachten, so dass problematische Gruppierungen beispielsweise auf Amateurvereine auswichen. „Die Chance für Bereitschaftspolizisten, einen Ausgleich ihrer enormen Überstunden zu erfahren, schwindet zunehmend. Die Einsatzbelastung erhöht sich aber weiter“, bemängelt Kopelke.

Nach Überzeugung der beiden GdP-Landesvorsitzenden wird Polizeiarbeit dagegen sinnvoll entlastet durch Meldeauflagen für bekannte Gewalttäter, Intensivierung der Fanarbeit durch die Vereine und ausreichend gut geschultes Sicherheitspersonal in den Arenen.

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