„Win-win-Situation“ für mehr Cybersicherheit

9. Dezember 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

An jedem Tag registriert alleine das Unternehmen Telekom in Deutschland bis zu eine Million Angriffe auf Computer und Netze – private Nutzer sind dabei genauso gefährdet wie die Netzwerke großer Firmen und der öffentlichen Verwaltung. Der Kampf gegen Cybercrime gehört zu den großen polizeilichen Herausforderungen – auch in der Zukunft. Vor diesem Hintergrund haben das Landespolizeipräsidium Niedersachsen und die Hochschule Emden/Leer jetzt einen Rahmen-Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Beim heutigen (9. Dezember 2014) Festakt in der Hochschule haben Landespolizeipräsident Uwe Binias und Hochschulpräsident Gerhard Kreutz diesen Rahmen-Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Ziel beider Seiten ist eine echte „Win-win-Situation“, so Landespolizeipräsident Uwe Binias: „Mit der Hochschule wollen wir in den Bereichen Cybersicherheit und Cybercrime-Bekämpfung gemeinsame Aktivitäten in Fortbildung, Forschung und Lehre vereinbaren. Dabei planen wir Fortbildungsveranstaltungen, Forschungsprojekte, gegenseitige Hospitationen und möglicherweise sogar spezielle Studiengänge für Landesbedienstete. Letztendlich geht es darum, die Cybersicherheit für die niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern und Cyberkriminalität noch wirksamer zu bekämpfen.“

Auch Hochschulpräsident Kreutz sieht große Vorteile in der Zusammenarbeit mit der Polizei: „Der Kooperationsvertrag schafft einen hervorragenden Rahmen für vielfältige, gemeinsame Aktivitäten, bei denen wir viel voneinander lernen können.“

Der heute abgeschlossene Vertrag ist ein wichtiger Schritt, um die niedersächsische Polizei zukunftsfähiger zu machen. Im Rahmen der Strategie 2020 innerhalb der niedersächsischen Polizei ist der Umgang der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten mit Cybercrime ein wesentlicher Schwerpunkt, da die Kriminalität im Netz mittlerweile alle wesentlichen Deliktsbereiche erfasst hat. „Alle niedersächsischen Polizeibeschäftigten müssen in diesem Bereich handlungssicher sein“, so Binias.

Der Landespolizeipräsident appellierte aber auch an die Eigenverantwortlichkeit der Bürgerinnen und Bürger: „Jeder, der online unterwegs ist, trägt ein Stück weit eine Verantwortung für sein eigenes Handeln im Cyberraum, das muss klar sein!“

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