Ver­kün­dung des Bun­des­be­sol­dungs- und -ver­sor­gungs­an­pas­sungs­ge­set­zes 2014/2015

30. November 2014 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Tarifergebnis 2014 wird auf Beamte, Soldaten, Richter und Versorgungsempfänger des Bundes übertragen

Das Bundesbesoldungs- und -versorgungsanpassungsgesetz 2014/2015 (BBVAnpG 2014/2015), das am 28. Mai 2014 vom Bundeskabinett beschlossen wurde und das der Deutsche Bundestag am 9. Oktober 2014 verabschiedet hat, ist heute im Bundesgesetzblatt (BGBl. I Nr. 54 S. 1772) verkündet worden.

Das Gesetz regelt die Übertragung des Tarifergebnisses für den öffentlichen Dienst im Bund vom 1. April 2014 auf die Beamten, Soldaten und Richter sowie die Versorgungsempfänger des Bundes. Das Ergebnis der Tarifverhandlungen wurde zeit- und inhaltsgleich übernommen. Demnach werden die Dienst- und Versorgungsbezüge jeweils zum 1. März 2014 und 1. März 2015 linear angehoben. Die Grundgehälter erhöhen sich zum 1. März 2014 mindestens um 90 Euro.

Die Erhöhungen ? dies gilt auch für den Mindestbetrag von 90 Euro ? vermindern sich um jeweils 0,2 Prozentpunkte, sodass die Bezüge im Ergebnis

zum 1. März 2014 um 2,8 Prozent, oder, bei einer Mindesterhöhung, auch um einen höheren Prozentsatz und
zum 1. März 2015 um 2,2 Prozent erhöht werden.

Der Unterschiedsbetrag wird der Versorgungsrücklage des Bundes zugeführt. Der Aufbau der Versorgungsrücklage ist seit längerem gesetzlich verankert. Er leistet einen Beitrag zur Sicherung der Finanzierungsgrundlagen der Beamtenversorgung.

Die Anwärterbezüge erhöhen sich entsprechend dem Ergebnis der Tarifverhandlungen zum 1. März 2014 um 40 Euro und zum 1. März 2015 um 20 Euro. Dies stellt ein wichtiges Signal für den Nachwuchs im Beamtenbereich dar.

Die Übernahme des Tarifergebnisses sichert für alle Statusgruppen des öffentlichen Dienstes des Bundes, also neben den Tarifbeschäftigten auch den Beamten, Soldaten und Richtern sowie den Versorgungsempfängern, eine gleichgerichtete Bezügeentwicklung. Die Einheit des öffentlichen Dienstes des Bundes wird dadurch gestärkt.

Das Gesetz sowie die Besoldungstabellen für 2014 und 2015 stehen Ihnen rechts als Download zur Verfügung.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.