Forum europäische Sicherheit an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) zum Thema Cybersicherheit

27. November 2014 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Zum vierten Mal fand am 21.11.2014 das Forum europäische Sicherheit an der DHPol statt. Ziel dieser wissenschaftlichen Tagungsreihe, die einmal jährlich veranstaltet wird, ist die Beschäftigung mit der gesamteuropäischen Sicherheit, wobei Gefahrenabwehr und Gewährleistung öffentlicher Sicherheit neben Sicherheitspolitischen Fragen im Mittelpunkt stehen.

Die diesjährige Tagung widmete sich dem Thema Cybersicherheit, das an Aktualität derzeit kaum zu übertreffen ist, da die Meldungen über Angriffe auf Datenbestände und Nutzerdaten nicht abreißen und die Attacken in ihrem Ausmaß zunehmen. Ein besonderes Merkmal des Forums europäische Sicherheit ist seine Interdisziplinarität, die sich in der Zusammensetzung der Panels niederschlägt.

Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zählen Vertreterinnen und Vertreter der Sicherheitsbehörden zu den Referenten und den Teilnehmern des Forums. Die Aussage Kurt Lewins „Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie“ kennzeichnet sehr treffend den Geist des Forums. Neben dem fachlichen Austausch auf hohem Niveau bietet das Forum auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern eine Plattform, sich zu vernetzen. Jedem Hauptreferat ist ein Impulsreferat zugeordnet, das von Nachwuchswissenschaftlern gehalten wird.

Der Vormittag des 21.11.2014 steht ganz im Zeichen des Themas „Governance und Sicherheit im Internet“. Es referieren Dr. Tilman Altwicker von der Universität Basel und Dr. Günther Welsch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. In den Vorträgen zeigte sich deutlich, dass es vollständige Sicherheit in der Informationstechnik nicht geben kann. Das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit bei der Nutzung der Informationstechnik und umfassender Sicherheit lässt sich, so Dr. Günter Welsch, nicht auflösen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nur ein geringer Teil des Internets frei sichtbar ist. Der weit überwiegende, nicht sichtbare Teil, ist der Ort krimineller Handlungen. Ob sich dafür die gleichen Strafverfolgungskonzepte eignen, war Gegenstand des zweiten Panels am Nachmittag. Prof. Dr. Anja Schiemann (DHPol) und Prof. Dr. Franziska Boehm von der Universität Münster widmen sich in Ihren Vorträgen den Grenzen der Zugriffsrechte der Ermittlungsbehörden in der Cloud und dem Datenschutz im Internet.

Die Ergebnisse des Forums werden in der Reihe Polizeiwissenschaft und Sicherheitsforschung im Kontext im Nomos Verlag erscheinen.

 

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