Bürger werden bei Einruchschutz unterstützt

27. November 2014 | Themenbereich: Prävention, Rheinland-Pfalz | Drucken

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat den Kampf gegen Wohnungseinbrüche als wichtiges Zukunftsthema der Sicherheitsorgane bezeichnet. „Die Polizei ist gerade in der dunklen Jahreszeit besonders wachsam. Aber auch Wohnungseigentümer können zur Vermeidung von Einbrüchen schon jetzt präventive Maßnahmen ergreifen“, sagte Lewentz am Mittwoch mit Blick auf die von der Bundes-CDU vorgeschlagenen Initiativen gegen Wohnungseinbrüche. „Hausbesitzer müssen wissen, dass es die von der Union angesprochenen Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) schon seit dem Sommer gibt“, betonte Lewentz. Die Innen- und Bauminister haben dazu ein entsprechendes KfW-Programm auf die Förderung für den Einbau einbruchshemmender Sicherheitstechnik ausgedehnt. Vorher stand dieses Förderinstrument nur für energetische Sanierung oder Barrierereduzierung zur Verfügung. „Seit dem 1. Juni existieren finanzielle Hilfen beispielsweise für den Einbau einbruchssicherer Fenster und Türen. Auch die Nachrüstung mit Rollläden oder Fenstergittern wird gefördert“, sagte Lewentz.

Der Minister betonte, dass die Zusammenarbeit der Polizei über Ländergrenzen hinweg neben der Prävention ein wichtiger Beitrag im Vorgehen gegen Einbrecher sei. „Wir haben dieses Kriminalitätsphänomen seit längerem zu einem Schwerpunktthema gemacht und uns damit auch auf der Innenministerkonferenz intensiv beschäftigt“, so Lewentz. Im vergangenen Jahr sei dazu eine Bund-Länder-Projektgruppe eingesetzt worden, deren Empfehlungen in die bereits bestehende rheinland-pfälzische Konzeption zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls eingeflossen seien. Der länderübergreifende Informationsaustausch sei ausgeweitet, überregionale Kontrollen verstärkt und teilweise spezielle Ermittlungsgruppen gebildet worden, um den Strafverfolgungsdruck auf diese Täter zu erhöhen.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche hatte sich zwar von Spitzenwerten über 8000 Fällen in den 80er-Jahren bis zum niedrigsten Stand 2006 halbiert. Seit 2007 steigt sie allerdings wieder an und lag in Rheinland-Pfalz 2013 bei 5858. Diese Entwicklung zeigt sich auch in anderen Bundesländern und in noch stärkerer Ausprägung in den westlichen Nachbarstaaten. Verantwortlich hierfür dürften vor allem vermehrt agierende reisende Täter sein.

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