Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen: Frühehen ächten

25. November 2014 | Themenbereich: Parteien, SPD | Drucken

 

Gabriela Heinrich, zuständige Berichterstatterin: Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November 2014 spricht sich die SPD-Bundestagsfraktion dafür aus, Kinder- und Frühehen zu ächten, sowie stärker in Gleichberechtigung und Bildung zu investieren.

„Ein Drittel der Mädchen in Entwicklungsländern wird verheiratet sein, bevor es 18 Jahre alt ist. Eines von neun Mädchen wird noch nicht einmal 15 Jahre alt sein. Darauf hat der UN-Bevölkerungsfonds (United Nations Population Fund UNFPA) in seinem Bericht „Marrying too young. End child marriage“ hingewiesen. In Entwicklungsländern sind für 15-19-jährige Mädchen Komplikationen bei der Schwangerschaft und der Geburt die Todesursache Nummer 1.

Der Übergang zwischen Pädophilie und Frühehen ist fließend. Im letzten Jahr sorgte der schreckliche Fall eines 8-jährigen Mädchens im Jemen für Schlagzeilen, das an den Folgen einer Vergewaltigung in der Hochzeitsnacht gestorben sein soll. Sie war den Berichten zufolge von ihrem Stiefvater an einen mehr als dreißig Jahre älteren Mann verkauft worden.

Die Gründe für frühe Hochzeiten sind vielfältig und reichen von Tradition bis hin zu Chancen- und Perspektivlosigkeit. Ein wichtiger Faktor für Frühehen ist der Mangel an Gleichberechtigung. Je stärker Frauen in einer Gesellschaft als gleichwertig angesehen werden, desto eher investieren die Eltern in die Bildung der Töchter. Bildung kann Perspektiven geben und eine Alternative zur Frühehe darstellen. Wir müssen Frühehen durch wirkliche Optionen für Mädchen beseitigen. Weltweit müssen wir ein gesetzliches Heiratsalter nicht unter 18 Jahren anstreben, wie wir es im Antrag „Bevölkerungspolitik im Kontext internationaler Entwicklungszusammenarbeit“ (18/1958) gefordert haben.“

 

Quelle: SPD-Bundestagsfarktion

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