Zu wenig Personal ist das eine und noch weniger Körperschutzausstattungen sind das andere

17. November 2014 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Dass wir zu wenig Personal haben, ist seit sehr langer Zeit bekannt und dass wir diesen Missstand ebenso lange beanstanden, gleichermaßen.

Diese wenigen Kolleginnen und Kollegen mussten in der Vergangenheit, jetzt und auch in der Zukunft, in Einsätze gehen, bei denen eine Körperschutzausstattung von Nöten ist. Und leider ist es so, dass nicht alle Beamtinnen und Beamte des Polizeivollzugsdienstes zu solchen polizeilichen Lagen herangezogen werden können.

Das hat vielfältige Gründe und einer davon ist, dass es an Körperschutzausstattungen mangelt.

Irgendwann wurde errechnet, dass wir für die „vorhersehbaren“ Einsätze eine bestimmte Anzahl von Kolleginnen und Kollegen mit Körperschutzausstattungen ausrüsten müssen. Diese Berechnungstheorie scheitert nun jedoch an den realen Gegebenheiten.

Wir haben mehr Einsätze und wir haben gebundenes Personal. Auch fehlen zuweilen die Zeit zwischen den Einsätzen oder die Finanzmittel um die Körperschutzausrüstungen zu reinigen. Dies bedeutet, dass immer die gleichen Kolleginnen und Kollegen zu Einsätzen aufgerufen und entsprechend mehr belastet wurden und werden, so der GdP-Vorsitzende Rüdiger Seidenspinner.

Diese untragbaren Gegebenheiten wurden mit Daten und Fakten hartnäckig an die politischen Entscheidungsträger herangetragen. Dies führte zu einem politischen Erfolg, der jetzt natürlich auch in die Tat umgesetzt werden muss.

Die SPD-Fraktion in der Regierungskoalition hat signalisiert, dass die GdP-Argumente überzeugt haben. Es sollen Finanzmittel zu Verfügung gestellt werden um das Dilemma der fehlenden Körperschutzausstattungen zu lösen. Es werden zur Finanzierung des Bedarfs Haushaltsmittel eingestellt, so die SPD gegenüber der Gewerkschaft der Polizei.

Wir freuen uns über diese Botschaft und begrüßen sie ausdrücklich.

Gerade gute Ausrüstung hilft, angesichts der zunehmenden Gewaltbereitschaft gegen Polizeibeamte, Einsätze erfolgreich zu bewältigen und die Anzahl von verletzten Polizistinnen und Polizisten zu verringern.

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