Polizeieinsatz in Hannover erfolgreich

17. November 2014 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

„Schulbuchmäßig“ sei der Einsatz anlässlich der Demonstration der „Holligans gegen Salafisten“ in Hannover abgelaufen, resümierte der DPolG-Landesvorsitzende aus Niedersachsen, Thomas Kliewer, die Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen. Die Strategie „Deeskalation durch Stärke“ sei voll aufgegangen, Gewalttäter hatten keine Chance gehabt.

Allerdings hat die Polizei einen beträchtlichen Aufwand leisten müssen; Tausende Einsatzkräfte aus anderen Ländern und der Bundespolizei hätten zum Erfolg beigetragen.

DPolG-Landeschef Thomas Kliewer: „Die strengen Auflagen haben natürlich sehr geholfen, rechten Schlägern von vornherein klarzumachen, dass sie sich hier nicht werden austoben können. Schon die Tatsache, dass die Einsatzeinheiten offen gezeigt wurden und auch die Wasserwerfer aufgefahren waren, hat die Teilnehmer sichtlich beeindruckt.
Auch und vor allem die Vorkontrollen auf den Zufahrtsstraßen und in den Zügen durch die Bundespolizei waren ein wichtiger Baustein dieses Einsatzerfolges. Der Einsatzleitung muss man große Anerkennung für diese Strategie aussprechen!“

Der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt hob hervor, dass die Politik nicht zur Tagesordnung übergehen dürfe. Vielmehr müsse jetzt die Innenministerkonferenz für Veranstaltungen, die ein so erhebliches Gewaltpotential böten, bundesweite Einsatzstrategien entwickeln, damit rechten wie linken Krawallmachern überall in Deutschland klare Grenzen aufgezeigt würden.

Rainer Wendt: „Solche Einsätze bleiben hoffentlich die Ausnahme, glücklicherweise war dies ein bundesligafreies Wochenende. Die Rechtsextremisten, die die Hooligan-Szene instrumentalisieren wollen, haben eine Schlappe erlitten.

Es wurde deutlich, dass „Hooligans gegen Salafisten“ keine politische Bewegung ist, sondern eine Ansammlung von rassistischen Schlägern, die vor allem Alkohol brauchen, um aktiv zu werden. Nimmt man ihnen den Alkohol weg, ist sofort die Luft raus. Aber die Gefährlichkeit der Rechtsextremisten bleibt und könnte sogar größer werden!

Außerdem ist die Bundesregierung in der Pflicht, die chronische Unterfinanzierung der Bereitschaftspolizei zu beenden. Es ist ein Skandal, dass Polizistinnen und Polizisten, die in solche gefährlichen Einsätze geschickt werden, wieder einmal die Verlierer der Haushaltsberatungen des Bundestages waren. Mehr Wasserwerfer, Einsatzfahrzeuge in guten Zustand und moderne Schutzausstattungen für die Beamten sind leider nicht in allen Ländern selbstverständlich. Der Bund ist in der Pflicht, hier deutlich nachzubessern!“

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.