Wer Straftaten begeht wird nicht befördert, sondern bestraft!

12. November 2014 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft hat der Darstellung in einigen Medien widersprochen, dass eine möglichst große Anzahl von Strafanzeigen, die von Angehörigen der Bundespolizei erstattet würde, automatisch die Beförderung von Bundespolizisten sichert. „Das ist großer Unsinn, wer so etwas glaubt, hat überhaupt nicht kapiert, wie Beförderun-gen zustande kommen!“, so Ernst G. Walter, der Vorsitzende der DPolG Bundespolizei-gewerkschaft. Entsprechende Vorwürfe waren in einigen Medien aufgetaucht, nachdem einzelne bereits identifizierte Beamte der Bundespolizeidirektion Berlin angeblich massenhaft Strafanzeigen gefälscht hätten.
„Selbstverständlich“, so der Gewerkschaftschef weiter, „wird auch in der Bundespolizei da-rauf geachtet, ob jemand im Vergleich zu anderen Kolleginnen und Kollegen engagiert ist oder eher gleichgültig seinen Dienst macht. Aber ausschlaggebend ist vor allem die Qualität der Arbeit; die Quantität fließt neben vielen anderen Ergebnissen nur als Nebenprodukt in die Gesamtbeurteilung ein. Sicherer und kommunikativer Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern, soziale und interkulturelle Kompetenzen sowie taktisches Geschick und aufmerksames dienstliches Verhalten sind die maßgeblichen Faktoren, die zu einer guten Beurteilung und im Ergebnis zur Beförderung führen können, wenn sie im Vergleich zu anderen Beschäftigten besser sind.“
Der Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin hat im vorliegenden Fall nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen nach Auffassung der DPolG rasch und konsequent gehandelt und die notwendigen dienstlichen Schritte zur Aufklärung des Sachverhalts sofort eingelei-tet. Ernst G. Walter: „Möglicherweise haben da zwei, drei Kollegen Erwartungen befriedi-gen wollen, die es in Wahrheit nie gegeben hat. Und möglicherweise hat auch der ein oder andere versucht, Kennzahlen in den Vordergrund zu stellen, die dort definitiv nicht hingehören. Dies alles wird nun in aller Sachlichkeit intern aufzuklären sein. Wer solche Dinge aber nun in dieser Form als Begründung oder Entschuldigung für begangene Straftaten in die Welt setzt und dabei womöglich noch versucht, Täter auf Kosten anderer zu Opfern zu stilisieren, der schadet nicht nur dem Ansehen der Bundespolizei insgesamt, sondern vor allem den über 30.000 übrigen Bundespolizistinnen und Bundespolizisten, die Tag für Tag ihren Dienst mit großem Engagement und völlig korrekt versehen.“

2 Kommentare
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  1. Märchenstunde? Selbstverständlich werden von Sicherheitsleuten und Polizisten Straftaten zur Anzeige gebracht die es nicht gegeben hat, aus welchen Gründen auch immer!

  2. Werte Verfasser des Artikels!
    Leider zeigt dieser Artikel, dass Ihr entweder von dem genannten Vorfall keine Ahnung habt, oder das Ganze bewusst herunterspielen wollt. Der genannte Direktionspräsident, welcher sofort reagiert hat, hat „rasch und konsequent gehandelt“! Wer hat diese Kennzahlen entgegen dienstlicher Weisung heruasgegeben? Wer hat diese Zahlen den von oben nach unten durchgedrückt? Richtigerweise müssten diese Vorfälle von oben herab aufgeklärt werden. Das bedeutet Präsident, Inspektionsleiter und DGL´s. Diese haben die Kennzahlen beschlossen und von oben nach unten durchgedrückt. Und das entgegen dem Verbot aus Potsdam. Stattdessen werden wieder nur die kleinsten Lichter dem medialen Kreuzfeuer geopfert. Schon jetzt beginnt das kollektive Schulterklopfen, wie toll doch alles für eine umfassende Aufklärung getan wurde.
    Aber wie Max Liebermann schon sagte: Ich kann gar nicht so viel fre*sen …

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