Integrationskonferenz in München

3. November 2014 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Nach den Worten des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann hat sich der Einsatz von Beamtinnen und Beamten mit Migrationshintergrund bei der Bayerischen Polizei außerordentlich bewährt. Herrmann sagte bei der Integrationskonferenz heute in München: „Die Erfahrungen zeigen, dass diese Personen einen direkteren Draht zu Menschen mit Migrationshintergrund besitzen, da sie vor allem mit deren sprachlichen und kulturellen Hintergrund besser vertraut sind. Dies stärkt auch das Vertrauensverhältnis zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und unserer Polizei.“

Zum sogenannten Zensus-Stichtag des 9. Mai 2011 lebten insgesamt mehr als eine Million Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Bayern, darunter 420.000 aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. 19 Prozent der Bevölkerung, das seien rund 2.350.000 Menschen in Bayern, hätten einen Migrationshintergrund. „Die Förderung der Integration genießt daher in Bayern einen ganz hohen Stellenwert“, sagte Herrmann. Ziel der Integrationspolitik sei, dass sich die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die ihren Lebensmittelpunkt hier haben, mit Deutschland identifizieren können. Dazu gehöre für ihn an allererster Stelle das Erlernen der deutschen Sprache. Um das Ziel eines gemeinsamen Miteinanders immer wieder aufs Neue erreichen zu können, spielten dabei die Integrationskurse, die seit 2005 im Zuwanderungsgesetz vorgesehen sind, eine wichtige Rolle. Herrmann: „Ich habe mich jedoch persönlich auch dafür eingesetzt, dass Bayern am Modellprojekt des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge teilnimmt, indem an den Ausländerbehörden eine ‚Willkommenskultur‘ entwickelt werden soll.“ Auf diese Weise könne der Staat selbst zum Gelingen eines Integrationsprozesses beitragen. Der Integrationskongress sei eine gute Gelegenheit, sich noch besser vorzubereiten und das Verständnis in den Ausländerbehörden weiter zu entwickeln. „Gegenseitiges Vertrauen ist schließlich der erste Schritt, um Radikalisierungsprozessen vorzubeugen.“

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