Kriminalpolizei in NRW stärken

30. Oktober 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Anlässlich der zweitägigen Landesvorstandssitzung haben die Bezirksvorsitzenden des BDK aller Kreispolizeibehörden aus NRW in Gladbeck über die Funktionsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Kriminalpolizei beraten.

„Unsere zentrale Forderung ist es, den Anteil der Kriminalpolizei an der Gesamtpolizei von etwa 22% auf 26% zu erhöhen“, sagte Sebastian Fiedler heute in Gladbeck. „Die ständig steigenden Herausforderungen der Kriminalitätsbekämpfung erfordern eine ausreichende Anzahl qualifizierter Kriminalisten. Wir haben bereits im Jahr 2009 errechnet, dass der Kripo 2.000 Beamte fehlen, um ihrem gesetzlichen Auftrag nachzukommen und alle Delikte zu bekämpfen.“

„Dem Wach- und Wechseldienst und der Kriminalpolizei steht schon heute das Wasser bis zum Hals. Wir können es uns daher nicht weiter leisten, etwa 350 Kolleginnen und Kollegen mit Fachhochschulstudium mit reinen Objektschutzaufgaben zu betrauen.“ Die Schaffung einer eigenen „Wachpolizei“, in der eigens ausgebildete Polizeiangestellte u. a. Objektschutzaufgaben wahrnehmen, würde die Polizeivollzugsbeamten maßgeblich entlasten. In anderen Ländern wie Berlin, Hamburg und Hessen hat sich dieses Modell schon seit Jahrzehnten bewährt.