Koordinierung der Gefahrenabwehr entlang der ICE Neubaustrecke

23. Oktober 2014 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz, Thüringen | Drucken

Innenminister Jörg Geibert stellte gemeinsam mit dem Beauftragten des Thüringer Innenministeriums für Fragen des Brand- und Gefahrenschutzes an der ICE-Neubaustrecke, Manfred Borchardt, den Planungstand für die Gefahrenabwehr vor.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 bildet mit der Hochleistungstrasse der Bahn eine schnelle Schienenverbindung für Personen- und Güterverkehr auf der östlichen Nord-Süd-Achse Deutschlands. Mit der Inbetriebnahme der Teilstrecke von Ebensfeld nach Erfurt soll die neue ICE-Strecke Ende 2017 fertiggestellt sein. Von der 107 km langen Trasse verlaufen 75 km durch den Freistaat Thüringen. Dieser Abschnitt umfasst 19 Brücken und 14 Tunnel, was nahezu die Hälfte der Strecke ausmacht. Allein 19 dieser 33 Ingenieurbauwerke reihen sich mitten im Thüringer Wald auf einer Länge von etwa 30 km nahtlos aneinander.

Im Mai 2011 bildete sich unter Federführung des Fachreferates des Thüringer Innenministeriums eine Koordinierungsgruppe, welche die Interessen der Gebietskörperschaften gegenüber der Deutschen Bahn vertritt. Seit 2012 wird nun gemeinsam mit den Bayrischen Kollegen an einem einheitlichen Einsatzkonzept für den gesamten Streckenverlauf gearbeitet. Laut Planungen werden bei einem Tunnelunglück sofort ca. 700 Einsatzkräfte alarmiert.

Um eine weitere Bindung zu den Aufgabenträgern zu haben, hat das Thüringer Innenministerium neben der Leitung „Gesamtkoordinierung der Gefahrenabwehr“ einen Beauftragten für Fragen des Brand- und Gefahrenschutzes der ICE – Neubaustrecke bestellt. Er soll die Kommunen und deren Feuerwehren als externer Berater in Fragen der Einsatzvorbereitung und -planung sowie der Ausstattung und Funktechnik unterstützen.

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