Verkehrsunfallprävention ist mehr als Blitzen!

22. Oktober 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Gegensätzlicher könnte die Entwicklung kaum sein: Während die Zahl der Verkehrsunfälle mit Sachschaden in diesem Jahr erneut gesunken ist, stieg die Zahl der im Straßenverkehr schwer verletzten Personen deutlich an. Alleine in den ersten neun Monaten 2014 sind in NRW bei Unfällen im Straßenverkehr 9861 Menschen schwer verletzt worden. Das sind 785 Schwerverletzte oder 8,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Blick in die Statistik zeigt: Vor allem für die schwächsten Verkehrsteilnehmer – für Fußgänger und Zweiradfahrer – ist das Verletzungsrisiko dramatisch gestiegen.
Vor diesem Hintergrund wirft das Verkehrsforum der GdP am 6. November in Düsseldorf einen Blick auf Strategien zur Verkehrsunfallbekämpfung und wagt den Blick über den Tellerrand: Wie steht Deutschland, wie steht NRW im europaweiten Vergleich bei der Reduzierung von Verkehrsunfallopfern da? Welche Hoffnungen und Erwartungen sind mit dem Probelauf zur Abschnittskontrolle (Section Control) in Niedersachsen verbunden? Wie können Unfälle auf Landstraßen verhindert werden? Wie können Unfälle mit Radfahrern und Fußgängern im städtischen Raum verhindert werden?

Referenten des eintägigen Fachforums sind Ilyas Daoud, Projektmanager des European Transport Safety Council, Jörgen Ortlepp, Bereichsleiter Straße der Unfallforschung der Versicherer, Jörg Müller, Experte für Section Control im Innenministerium Niedersachsen, Jürgen Marten, Referent für Polizeiliche Verkehrsangelegenheiten im Innenministerium NRW und der ehemalige Leiter der Direktor Verkehr beim Polizeipräsidium Köln, Helmut Simon. Der GdP-Landesvorsitzende Arnold Plickert und sein Stellvertreter Michael Mertens werden zudem die Forderungen der GdP zur Verbesserung der Sicherheit vor allem für die schwächsten Verkehrsteilnehmer vorstellen.