BDK beim Symposium „Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt“

21. Oktober 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Das „Forum Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt“ veranstaltete am heutigen Montag in der Kalkscheune in Berlin ein Symposium zum Auftakt des Förderschwerpunkts Privatheit.

Privatheit ist eine wichtige Bedingung für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und informationelle Selbstbestimmung. Digitalisierung und umfassende globale Vernetzung schaffen neue Bedürfnisse nach dem Schutz, aber auch der kritischen Neubestimmung von Privatheit zwischen individuellen und gesellschaftlichen Erwartungen sowie ökonomischen Chancen. Ausgehend von technischen, juristischen, ökonomischen sowie geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Ansätzen arbeitet das Forum Privatheit an einem interdisziplinär fundierten, zeitgemäßen Verständnis der Rolle von Privatheit. Hieran anknüpfend werden Konzepte zur (Neu-)Bestimmung und Gewährleistung informationeller Selbstbestimmung und des Privaten in der digitalen Welt entwickelt.

Das Forum Privatheit (www.forum-privatheit.de) versteht sich über seine Kerndisziplinen hinaus als eine Plattform für den fachlichen Austausch und erarbeitet Orientierungswissen für den öffentlichen Diskurs in Form wissenschaftlicher Publikationen, Tagungen und White-Papers.

Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hielt bei der heutigen Auftaktveranstaltung die Eröffnungsansprache. Es folgten zahlreiche namhafte Referenten, wie Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem (Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D., Friedrich-Stiftungsprofessur für rechtswissenschaftliche Innovationsforschung, Bucerius Law School Hamburg) und Marc Elsberg (Schriftsteller, Wien), die sich der Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln näherten. Anschließend wurden von zahlreichen Wissenschaftlern die Zwischenergebnissen der laufenden Privacy-Forschung des Konsortiums vorgestellt. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion die unter der Überschrift „Privatheit in den Spannungsfeldern von Grundrechtsschutz, Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen“ stand. Die illustre Gesprächsrunde mit Markus Beckedahl (netzpolitik.org, Berlin), Marit Hansen (ULD Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein Kiel / Forum Privatheit), Prof. Dr. Thomas Hess (LMU, Institut für Wirtschaftsinformatik und neue Medien, München / Forum Privatheit), Dr. Ulrich Fastenrath (Verkehrsmanagement, Daten und Routen, BMW Group, München), Marcel Rosenbach (DER SPIEGEL, Hamburg) und unserem BDK-Bundesvorsitzenden André Schulz wurde souverän von Katja Marx (Chefredakteurin Hörfunk, Leiterin hr-iNFO, Hessischer Rundfunk) moderiert.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde des Weiteren auf das bereits veröffentlichte und lesenswerte White Paper zum Thema „Selbstdatenschutz“ hingewiesen. Das Themenpapier greift verschiedene Aspekte auf: In welchem rechtlichen Rahmen bewegt sich Selbstdatenschutz? Welche Akteure haben Interesse an Selbstdatenschutz und warum? Was denken und was tun Internetnutzer im Hinblick auf den Schutz ihrer Kommunikation? Welche technischen Zusammenhänge müssen bedacht werden, um einen effektiven Selbstdatenschutz realisieren zu können? Schließlich werden Möglichkeiten und Grenzen technischer Schutzmaßnahmen mit Fallbeispielen aus den Bereichen E-Mail-Verschlüsselung, Instant Messaging und Anonymisierung aufgezeigt. Das White Paper gibt es als kostenlosen Download unter: https://www.forum-privatheit.de/forum-privatheit-de/aktuelles/aktuelles/aktuelles_005.php

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