Präventionsarbeit braucht mehr länderübergreifende Kooperation

10. Oktober 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Prävention | Drucken

Innenminister Ralf Holzschuher hat sich für eine stärkere länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Kriminalprävention ausgesprochen. Probleme wie Einbruchsdelikte, häusliche Gewalt, Drogenmissbrauch oder die Folgen von Mobbing stünden in allen Ländern auf der Tagesordnung. „Eine zentrale Koordinierung der Informationen und Erkenntnisse aus der Präventionsarbeit der Länder ist deshalb ein wichtiger Beitrag zu einer effizienten Präventionsarbeit“, sagte Holzschuher zum Auftakt zweitägiger Beratungen der Geschäftsführinnen und Geschäftsführer aller deutschen Landespräventionsräte am Freitag in Potsdam.

Er begrüßte in diesem Zusammenhang die Einrichtung einer Zentralstelle für Kriminalprävention beim Bund. Zugleich sprach sich Holzschuher für eine stärkere Unterstützung der Kommunen in der gesamtgesellschaftlichen Kriminalprävention aus.

Die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Landespräventionsräte treffen mehrfach jährlich zusammen, um sich über Inhalte und Schwerpunkte ihrer Arbeit auszutauschen sowie über einzelne Projekte zu informieren. Vorgestellt werden auf der aktuellen Tagung unter anderem die Ergebnisse der Berliner Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention und das Brandenburger Präventionsprojekt gegen sexuellen Missbrauch an Kindern ‚Ziggy zeigt Zähne‘. Ferner befassen sich die Teilnehmer mit Ansätzen zur Drogenprävention am Beispiel der Droge Crystal Meth.

Der Landespräventionsrat Brandenburg wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Schwerpunkte der Arbeit sind die Themenbereiche Extremismus, Jugendkriminalität und Opferschutz. Der Landespräventionsrat hat seither rund 360 Projekte aus diesen Themenbereichen mit insgesamt gut. 2,7 Millionen Euro finanziell unterstützt. Besonders vorbildliche Projekte werden seit 2005 mit dem jährlich vergebenen Landespräventionspreis ausgezeichnet. Zudem führen landesweite Fachtage Verantwortliche der Präventionsarbeit sowie interessiertes Publikum ein bis zwei Mal im Jahr zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch zusammen.